Band 
Zweiter Band.
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welches der Krapp sonst liefern würde, zu verschlecht

einem Wendepflug, der etwas kleiner ist als derjenige,dessen man sich bei dem Getraide bedient; aber im zwei-ten Jahrgange, wo die Wurzeln schon mehr ausgefchlagensind, muß man sie mit der Schaufel oder mit einer krum-men Haue bedecken. Nach dem dritten Sommer ist dannder Krapp so weit angewachsen, daß inan ihn ärndtenkann. In einigen Orten von Auid - Bcveland ärndtet manihn schon am Ende des zweiten Jahrganges.

Gegen Anfang des Septembers fängt die Krapxärndte«n. Man bedient sich dazu eines Grabscheites, woranLas Eisen wenigstens 22 Zoll lang seyn muß, damit nianganz unter die Wurzeln hinunter,stechen, und sie, ohne siezu zerbrechen, herausziehen kann. Mau leget sie, so wieman sie aus der Erde ziehet, zu 32 und 12 Wurzeln inHäufchen, und läßt sie bis auf den Abend abwelken;bann schlichtet man sie aus größere Haufen und läßt sie zbis 4 Lage der Luft ausgesekt liegen, wodurch c!» Theilihres Saftes vertrocknet. Auch findet man sie am Endedieser Zeit weich, anstatt daß sie in dem Augenblicke dcSAusziehens aus dem Boden hart sind. Ohne diese Weich-heit würden beim Auf - und Abladen die Wurzeln zerbre-chen, und man hätte einen zu großen Abfall. Endlichbringt man sie auf Fallkarren in die Darre, um hier zn-bereitct zu werden. Der Anwuchs des Krappes ist s»schnell, daß l» drei Sommern ein Gcmet, oder halberMorgen von 50,702 Holland. Quadratschuhen, 200a PfundWurzeln und bisweilen das Doppelte liefert. Doch hängtdieß gänzlich von der Güte des Bodens und nicht von derBeschaffenheit der Setzlinge ab. Seeland und die InselSchouwen sind die berühmtesten Plätze in Ansehung desErtrags. Vornehmlich aber bauet und bereitet man umIierikzee den Krapp bis zum höchsten Grade der Vollkom-menheit.