Band 
Zweiter Band.
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ter». Diese Verschlechterung kann jedoch auf gewisse

In mittäglichen Erdgegenden trocknet man den Krappan der Sonne; die Holländer aber müssen statt dessen ihreZuflucht zu künstlichen Mitteln nehmen. Daher bedienensie sich der Darren, und hier kann man wohl sagen, wirddie Wirkung der Natur von der Wirkung der Kunst ü'bcr-lroffcn. Diese Bearbeitung des Krapps erfordert y Arbci»ter, nehmlich: istenS der Hauptsächlichste ist der Ofen-meister, welcher ihn in den Ofen schießt, denn von ihmhängt das gute Gelingen der Verrichtung gänzlich ab;die besten Heitzer kommen aus Lholen; der nte und gtesind die beiden Gehülfen, welche, wenn es nöthig ist, sei-ne Stelle vertreten; der gte Arbeiter hat die Aufsichtüber das Pochwerk oder die Stampfe, wo die Wurzel»zerstoßen werden; ztens der Fuhrmann, der die Zugpfer-de an der Mühle leitet; und endlich 4 Bursche oder Wei-ber, welche bei den Arbeiten mithelfen. Das erste Trock-nen geschieht in demjenigen Theil der Darre, welcher derThurm heißt. Man bringt den Krapp aus dem Magazin(Vorrathshaus) oder aus der Scheune, wo man ihn inKörben mit vier Handheben abgesetzt hat, herbei, undhebt ihn, vermittelst eines in dem Dach angebrachtenWallbaumes, auf die erste Lage von Bettern. Wenn dieWurzeln hier den ersten Grad von Trockenheit erhaltenhaben, so bringt man sie entweder durch die nämlichenMittel oder auf Schaufeln durch Fallthüren auf den zwei-ten Boden. Eben so kommen sie auf den dritten Bodenr>. s. w. auf den vierten. So wie man auf, dem einenBoden Wurzeln getrocknet hat, so ersetzt man ihre Stel-le immer wieder mit frischem Krapp. Mit dieser Arbeitsährt man Tag und Nacht fort, bis alle Wurzeln aufge-trocknet sind. Die Wärme wird der Darre (dem Trocken-haus) durch einen Ofen mitgetheilt, der mehrere Ablei-tungsröhren hat, und mit Steinkohlen oder Torf ge-hest wird; er steht auf dem Erdgeschoße (der HauS»