pescheholz; man erkennt hieraus, daß das Pigment desKrapps viel geschickter ist, der Einwirkung der Luft zu wi-derstehen, als die des Campefchcholzcs.
4) Durch den Animalisazionsprozeß und der Ver-wandtschaft des Pigments zum Phosphorsauren Kalk, färbtder Krapp, wenn er von Thieren genossen wird, die Knc-chen roth. Diese Eigenschaft war schon dem Arzte Anto-niuö Mrzaldus im Jahr 1578 bekannt, aus dessenSchriften Wecker dieselbe im Jahr i<u4 anführte. Derfranzösische Chirurg DIechier ist daher nicht der Entde-cker dieser Eigenschaft, indem derselbe spater (1737) dieseEigenschaft wieder in Erinnerung brachte- Selbst dieKleyen aus einem Klcyenbade, worin eine starke Portionin Krapp gefärbter hanmwollcner Waare geschönt worden,sind im Stande, Erfolge dieser Art herbeizuführen, undwir haben öfter die Beobachtung gemacht, daß die Milchder Kühe, welche damit gefüttert wurden, eine ins rofen-roth schillernde Farbe annahm, und bei den mit solchenKleyen gemästeten Schweinen nicht nur die Knochen, son-dern auch das Fleisch gefärbt war.
Chaptal sagt über das Verhalten des Krapps gegeneinige Reagenzien folgendes: Der holzige Theil und dieSünde der Krappwnrzel haben den gleichen Färbestoff; indem Holze ist er aber lebhafter, und weniger mit Erlrak-tivstoff beladen als in der Rinde; und deswegen ziehetman es zur Gewinnung von lchhaften Farben vor. ltcnsKaltes Wasser, mit gepulvertem Krapp digerirt, färbt sichrörhlicht - oraugcngclb. Es löst die färbenden Theile nurder größte» Leichtigkeit auf, kann aber keine große Men-ge davon aufgelöst enthalten, so daß mit wenig Krappeine große Menge Wasser gefärbt wird, auch das mit Fär-bestoff am stärksten beladene Wasser. kann daher der zumFärben zubereiteten Baumwolle mir eine schwache schmn-tzjggelbe Farbe geben. Wenn sie in einer mit hinlängli-chem Krapp versetzten Brühe sich mit der Farbe sättigt,so geschieht dieses, indem sie dicsclbe in dem Maaße an-nimmt, als das Wasser do» färbondcn Theil ausiöst, wel-