Band 
Zweiter Band.
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stere als Basis für bin Letzteren beim Schaaf« undBaumwollenfärben anzuwenden; aber die Wirkungsagte meiner Erwartung nicht zu; denn weder frischgcbrennter noch kohlensaurer Kalk brachten, mit Krappin Wasser vermischt, lebhaftere und dauerndere Farbenhervor als der Krapp allein. Aber feines Tuch inWasser mit Kalk und Schwefelsaure in einem Verhält«niffe, wodurch letztere neutralisirt wurde, gesotten undnachher mit Krapp gefärbt, nahm eine dauernde rotheFarbe an, doch war sie nicht so glänzend, als die aufAlaunhaitige Basis gefärbte. Baumwolle, auf gleicheArt behandelt, verfärbte sich nur wenig.

Feines Tuch, mit salpetersaurem Kalk zubereitet undmit Krapp gefärbt, nahm eine Orangefarbe an; aberBaumwolle, auf gleiche Art behandelt, blieb beinaheweiß. Salzsaurer Kalk mit Krapp gab auf Schaafwollrein bräunliches Noth, welches durch 38tägiges Ausse,tzen an Sonne und Lust nur wenig litt.

Feines Tuch, mit schwefelsaurer Magnesia zubereitetund mit Krapp gefärbt, nahm eine Lachsfarbe an,aber von weniger Dauer. Baumwolle, auf dieselbeArt behandelt, blieb beinahe weiß.

Belcher vergewisserte sich nachmals davon, indem er et-was Krappwurzel - Pulver zum Futter des zahmen Feder-viehes mischte , und sah, daß die Knochen desselben einegleiche Rothe dadurch erhielten. Er erstattete von seinenBeobachtungen und Versuchen der Königl. Gesellschaft derWissenschaften einen Bericht, welcher in den Pbil. trans-act. Nro. 442 fg. (1736.) gedruckt wurde; andre Ver-suche wurden hierauf von, Herrn du Hamel dc ®sn-ceau im Jahr 1740. angestellt.