Die anzuwendende Menge Krapp hangt von demUmfang der Oberfläche, die man damit zu färben ge,
ren Bade, einem Kuhmistbade den Vorzug einräume».Nachdem die Waare in dem Kuhmistbade eine viertel: biseine halbe Stunde gnt ausgekocht worden, laßt man siewaschen, walken und noch ein paar Tage, je nachdem dieWitterung gut ist, auf die Bleiche auslegen, und dannerst in das schwache schwefelsaure Bad bringen. Bei ver-schiedenen Artikeln in der Kattundruckerei, weiche gefärbtwerden sollen, hauptsächlich bei solchen, welche, mit Nasenreservirt, vorher in der kalten Jndigküpe blau gefärbtwerden, ist es nothwendig, diesen Weg umgckeht zu be-fvlgcn, so, daß das Kuhmistbad erst nach dem schwefelsau-ren Bade in Anwendung gebracht wird. Auch hier ist esnöthig, die so behandclrcn baumwollenen Aeuge auf derLuft - oder Rasenbleiche noch einige Lage der Eimvirknngdes Lichts und der Luft prciß zu gebe», wodurch man ei»ne vollkommen gut gebleichte und gereinigte Wat.re erhält,welche sich ohne Ausnahme zu allen Fabrikaten in der Kat-tundruckerei eignet. Der Kuhmist spielt Hiebei eine wich-tigere Rolle, als man sonst glaubte; er öffnet und lockertdie vegetabilischen Fasern, so daß durch die verstatteteEinwirkung der Luft und des Lichts ein vollkominen ent»färbtes Produkt erhalten wird. Eine nach dieser Methodebehandelte Waare besitzt die Eigenschaft, daß sich dasPigment in den Farbebädern nur schwach auf den weißblei-benden Stellen absetzt, und daher schneit wieder fortge-schafft werden kann, welche Wirkung um so bester erreichtwird, je sorgfältiger der Prozeß des Bleichen betriebenwird. Uebrigens besitzt der Kuhmist, wenn die baumwol,leueu Gewebe damit gekocht werden, noch die gute Eigen-schaft , daß die Waare ein weiches und gelindes Anfühlenerhält, wodurch die Druckfarben (Beiden) sich besser undinniger mir der Faser verbinden können. Die Herausge-ber können mit Iuverläßigkeik behaupten, daß eine nach