wohlfeil für 100 Gnlneen durch Unterzeichnung derKattundruck« Meister erkauft wurde) bestund darin,daß er in einen kupfernen mit Wasser angefüllten Für,bekessel drei Scheffel 86 ) Kleyen that, die Brühe etwafünf Minuten lang köchen und denn abkühlen ließ,und hierauf >6 Pfund des besten Crop< Krapp, welcherdurch Umrühren gut damit vermischt werden muß, hin«zusetzte. In dieser Mischung nun werden die Kattun«
Urin, statt Wasser, mit Krapp behandelt, liefertenbeim Färben der imprägiürten baumwollenen Gewebe fe-stere Farben. Hiebei ist aber zu bemerke», daß im Som-mer die Kraxpbrühe leicht in Fäulniß übergieng.
Schaafs - ober weißer Hundskoth that die nehmlicheWirkung. Weißer Zucker bewirkte eine schöne satte Farbe,und wenn noch spanischer Pfeffer zugesetzt wurde, so wi-derstund die Farbe der Salpetersäure besser. Etwas weißeStarke oder Gummi, im Aufkochen und ehe man dieBaumwolle hinzuthat, in das Krappbad geworfen, bewirk-te eine schöne gesättigte Farbe. Griechischer Hcusaamenthat eben dieselbe Wirkung.
Gallerte und thierischer Leim dem Bade beim Aufko-chen zugesetzt, erzeugten eine Farbe von ausgezeichneterSchönheit und Festigkeit; etwas salzsaurcs Natron zuge-setzt, erhöhte die Dauerhaftigkeit der Farbe.
Ochsengalle war derjenige Zusatz, vermittelst welcherVogler die schönste Krappfarbe erhielt ; sie wurde aberleicht von der Salpetersäure weggenommen.
Nicht alle diese Zusätze eignen sich in der Kattundru-ckerei, wo weißbleibende stellen erhalten werden müssen,dahin gehört unter andern das salzsaure Natron so wieder Urin.
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*5) Ein Scheffel (Bushei) beträgt nicht völlig einen Daien-schen Metzem d. Uebels.