Band 
Zweiter Band.
Seite
371
JPEG-Download
 

niß zwischen den Gallapfeln - und der Seife festgesetztwerden müsse; denn wenn erstere vorherrschen, so wirddie Farbe dunkel seyn, herrscht aber die letztere vor,so wird ein Theil des mit dem zusammenziehendenGrundstoff nicht verbundenen Oeles durch das Waschenentschlüpfen und die Farbe dürftig ausfallen. 113 )

uz) Wenn bei dieser Operation ein Theil des mit dem zu»sammenziehenden Grundstoffe nickt verbundenen Oelesdurch das Waschen entschlüpfen sollte, weil das Verhält-niß des zusammenziehenden Stoffes zu gering wäre, sokaun man annehmen, daß die Vorarbeiten und das Auf-trocknen der ölig - seifigen Flüssigkeiten nickt zweckmäßiggeschehen ist, daß ein Theil des Oeles mit der Faser kei-ne innige Verbindung eingegangen hat, und daß das De-gräßiren (oder die Beseitigung desjenigen Theiles dervligten Beitze, welche mit der Baumwolle keine innigeVerbindung eingegangen, sie folglich überladet, und durchAuswaschen hinweggesckaft werden muß) nicht gehörig ge-schehen sey. Wir vermissen bei Herrn Chaptals Be-schreibung seines Etablissements, in seinem angeführtenWerke, eine Trvckenanstalt durch künstliche Wärme, die erin der Gegend seines Etablissements als entbehrlich vor-aussetzte, und ohne die, selbst bei der sorgfältigsten Be-handlung aller Operationen, schlechterdings niemals gleich-förmig gute Farbenresultate erzielt werden können, weildem Oele bei Mangel eines kräftigen Sonnenscheins keineDisposition dargeboten wird, um seine Grundmischung zuverändern und sich in einem vrydirten Austand mit derBaumwollsaser zu einer im Wasser unauflöslichen Sub-stanz zu verbinden. Dieses ist es, was Herrn Chaptalin Irrthümer versetzte, und er würde, wenn ihm dieseswesentlichste Erfordcrniß bei der Vorbereitung der Baum-wolle mit der öligten Bcitze nicht entgangen wäre, so-wohl die Operation als auch die Theorie dieses wichtigen

Aa 2