„ Aus diesen Grundsätzen folgt: ,tens, daß dieGalläpfel durch kein anderes zusammenziehendes Mit-tel (adstringens) , in so großer Menge man dieses auchanwenden mochte, ersetzt werden können . ai2 ) -tens,daß der Absud von Gallapfeln warm angewendet wer/den müsse, damit die Zersetzung schnell und vollkom-men vor sich gehe. 3tens, daß die gallirte Baumwolleschnell getrocknet werden soll, damit sie keine dunkleFarbe annehme, weiche 'dem Glanz des Rothes, dasman ihr geben will, schädlich seyn könnte. sitens, daßman trockenes Wetter für die Operation nrit der Gal«lustinktur wählen soll, weil bet feuchtem Wetter derGerdestoff eine dunkle Farbe mittheilt, und langsamtrocknet. Stens, daß die Baumwolle mit der größtenSorgfalt zusammengepreßt werden müsse, damit dieZersetzung auf eine gleichförmige Art auf jedem Punktder Oberfläche bewirkt werde, btens, daß ein Verhält-
nicht ein, was sich der Färber für eine besondere Kennt»niß erwerben kaun, wenn er eine Scifcnauflösung mit ei-nem wässerichte» Gallapfelauszug zusammenmischt, wobeiweiter nichts geschieht, als daß der adstringirende Theilder Gallapfel mit einem Theil der Thonerde niederfallt.
H2) Die Gallapfel können allerdings durch andre adstringi-rende Materialien ersetzt werden, nur ist dieser Stoff inkeinem andern Vegetabil in so reichlicher Menge enthal-ten. Mehrere Färbereien haben statt der Gallapfel mitglücklichem Erfolg Knappern genommen, welche zwar aucheine Art Gallapfel sind; allein jetzt ersetzt man fast inallen Rothfärbereien die früher bcnöthigte Menge Gall-apfel fast zu zwei Drittel durch Mitanwcndnng von Su-mach, und die Farbenresultate, die dadurch hervorgehen,zeichnen sich durch eine schöne und feurige Nuance sehrvortheilhaft aus.