3 7 6 —
durch die verwickelten und in mancher Hinsicht umschicklichen Mischungen und Operationen, die man ge,tvöhnlich zu diesem Einzwecke anwendet, zu Staudegebracht wird. In dieser Vermuthung unternahm ichbeinahe das ganze Jahr iSoq hindurch eine Reihe vonVersuchen, bei welchen ich öligte oder seifenareige Mi<schungen, Ablüde von Gallus und Auflösungen vonAlaunerde mit aller möglichen Abänderung in der Ord,nung ihrer Aufeinanderfolge und mit so vieler Verschie,denheit in ihren sowohl absoluten als relativen Verhält«uiffen, unter allen Umständen, welche auf ihre Wirkun«gen Einfluß haben konnten, auf Baumwolle angewen,det habe, daß, wenn es möglich gewesen wäre, durchdiese Mittel allein die Baumwolle fähig zu machen,vom Krapp eine dem Türkischroth gleiche Farbe zu er«halten, ich diese Farbe, wie ich zuversichtlich glaube,hervorgebracht haben müßte. Allein die besten Ergeb,niffe aller meiner Versuche waren bloß rothe Farben,die, in Hinsicht auf ihre Kraft, den Wirkungen derSeife, der Kalien und der Luft zu widerstehen, nichtviel besser waren, als jene, welche die Kattundruckerhäufig mit Krapp hervorbringen; ob sie gleich fähigwaren, der Wirkung verdünnter Salpetersäure etwaslänger zu widerstehen. Dieser kleine Vorzug war ver,muthlich eine Wirkung der Verbindung des Oels unddes Gerbestoffes der Galläpfel mit der Alaunerde, wel,che letztere die einzige Basis des Krapprvth ist, dieman dem gedruckten Kattun giebt. n6)
116) Aus dem hier Erzählten sehen wir, in welche Irrthümerein einmal irrig aufgestellter Grundsatz, der von einemMaune herrührt, welcher sonst in Theorie und Praris an,erkannte Verdienste hat, selbst Naturforscher und Künstler