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Da ich seit langer Zeit gewohnt war, die Mei«nungen des Herrn Chaptal, der durch seine ausge,dehnte Beschäftigung mit der Türkischrothfärberei ganzvorzüglich Gelegenheit hatte, der Wahrheit hierin anfdie Spur zu kommen, zu verehren, und da seine!Ur<theile über die Wirkungen der verschiedenen Operativ«nen alle so wohl berechnet waren, daß sie Ueberzeugungbewirkten:, so habe ich, ohne viel Bedenken, schon voreinigen Jahren seine allgemeine Schlußfolge angenom«men, daß nehmlich „das Resultat aller Opera«Ikonen beim Türkischrothfärben datin beste«he, eine Verbindung von drei Stoffen:Alaunerde, Oel und Gerbestoff (i’alumine,l’huile et le Principe astringent) zu bewirken undauf diese Art eine Beitze zu bilden, welche(seiner Meinung nach) die einzig taugliche ist,um die Krappfarbe streng zu fixiren." (s. sei,nen Aufsatz in dem Recueil des niemoires de l’institut,Vol. 2.).
Nachdem ich diese Schlußfolge angenommen hatte,ward ich zur Vermuthung genöthigt, daß eine zweck«mäßige und vielleicht wirksamere Verbindung dieserdrei Stoffe mit größerer Einfachheit und auch schnel,ler und vortheilhafter bewirkt werden könnte, als sie
zu Tage gebracht, aber die zufällige Entdecker waren beimMangel chemischer Keuntniffe nie im Stande, den Gegen-stand auf solche Grundsätze zu bringen, welche das Ver-fahren regeln, und bestimmte und unfehlbare Erfolge her-beiführen. Wir beziehen uns dieserhalb auf die irzte An-merkung , wo wir den Grund gefunden und angegeben zuhaben glauben, warum Herr Chaptal in diese Zweifelgerathen ist.