Band 
Zweiter Band.
Seite
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Anhang der Herausgeber.

Da Herr Dancrvft hier blos diejenigen Methodender Türkischrothfärberei speziel beschreibt, welchedie Herren Papillon in England und Vitalis inReuen'bekannt gemacht haben, ohne dabei die hiezugehö-rigen Manipulationen so zu berücksichtigen, um darnachmit Erfolg arbeiten zu können; so fügen wir in diesemAnhang noch zwei Verfahrungsarten bei, nehmlich die,welche in einigen Färbereien in Elberseld, und diejeni-ge, welche in der Bucharei in Anwendung ist, undwerden ihnen noch einige Ansichten über die Türktsch-rotyfärberei, nebst einem zweckmäßigen Verfahren,diese Farbe auf kürzerm Wege darzustellen, folgen lassen.

A. Das Verfahren in Elberseld beruht aufneun Hauptvperationcn:

Die erste Operation besteht in dem Entschalcndes GarnS. Um einen Satz von 120 Pfund baumwvlle,neu Garn Lürkischroth zu färben, wird dasselbe erst enr«schält, um allen, dem Garn anhängenden natürlichen Fir-niß der Baumwvlle, so wie die Unreinigkeiten daraus hin»wegzunehmen, welche während dem Verspinnen daran ge-treten sind.

Um diese Entschälung zu veranstalten, werden dreiPfund gute reine Pottasche in so viel Wasser aufge-löst , daß die genannten 120 Pfund Garn in der Mäßig-keit vollkommen untergetaucht werden können; das Ganzewird in einem Kessel zum Sieden erhitzt, und während ei-ner Stunde im Sieden erhalten, worauf das Garn ausdem Kessel herausgenommen und nachdem es sich abgeküh,let hat, am fließenden Wasser gut gespühlet wird.

Die zweite Operation besteht in der Austragungder Kothbeitze. Zur Anjkellung der Kothbeihe bedientman sich gemeiniglich eines 8 Ohm haltenden Rheinwein-fasses , das in der Mitte durchgeschnitten wird, um zwei