feinsten kalzinirten Pottasche in 160 Maaß Wasser auf-gelöst , und der Auslosung 6 Maaß gutes Olivenölunter beständigem Umrühren so lange beigemengt, bis dasganze Fluidum eine milchweise Beschaffenheit angenommenhat. Um das mit der Schaafkothbeitze getränkteGarn in dieser Weißbcitze zu bearbeiten, wird ganz nachderselben Art operirt, wie solches in der zweiten Opera-tion gelehrt worden ist, nehmlich: das Garn wird viermaldarin bearbeitet, worauf dasselbe ausgerungen und getrock-net wird.
Die vierte Operation besteht in dem Auswa-schen; solches zu veranstalten wird das völlig trockeneGarn nach derselben Methode, wie solches in der vorigenOperation angegeben worden, Lagenweisc in einer Bütteeingelegt, alsdann so weit mit klarem Flnßwaffcr übergös-sen, daß es von selbigem bedeckt wird, worin dasselbe eineNacht hindurch liegen bleibt. Ist dieses geschehen, sowird es anfgeworfen, und Pfund für Pfund, ohne dasselbevorher auözuwindcn, am fließenden Wasser ganz gleichför-mig und langsam ausgespühlt.
Um dieses Ansspühlen kunstmäßig zu veranstalten,taucht man erst beide Ende des Garns ins Wasser, be-wegt alsdann das eine Ende sechsmal hintereinander ganzlangsam und gleichförmig; man fasset es hierauf um,doch nur auf den vierten Theil seines Umfanges, bewegtes abermals sechsmal im Wasser auf und ab; worauf manes zum zweitenmal umfasset, und sechsmal im Wasser hinund her bewegt, so daß das Pfund Garn einmal ganz imWasser herumkommt. Damit nun die erhaltene Weißbeitze»icht noch mehr losweicht, begiebt sich ein anderer Arbei-ter an das Auswinden des gewaschenen Garns; er ver-richtet dieses Paarweise, und zwar so stark wie möglich.
Auf die Regelmäßigkeit dieses Auswindens muß sehrgenau gesehen werden, wenn das Garn beim Ausfärbenein lebhaftes Roth annehmen soll; denn, wird selbiges zustark gefpühlt, so hält es nachher die Abklärung nicht gut«us; und wird es zu wenig gefühlt, (bleibt nehmlich