39 -
«och überflüßige Fettigkeit im Gar» zurück), so gewahrtes Leim Ausfärben einen sehr schlechten Erfolg. Es istsehr rathsam, das so bearbeitete Garn in. freier Luft zutrocknen, weil solches bei der darauf folgenden Gallung sichbaun leichter als sonst durchnässet-
Die fünfte Operation macht die Gallirungaus. Um die Ballung des gewaschenen Garns zu ver-anstalten, werden z-> Pfund guter sicilianischcr Sännack ineiner hinreichenden Quantität reinem Flußwasser recht gutausgekochet. Ist die Auskvchung verrichtet, so wird dieBrühe durch einen Korb gegossen, der inwendig mit gro-ber Leinwand ausgefüttert ist, und über einem Kübel ste-het, der, einen Zoll hoch vom Boden, mit einem Zapfen-loch versehen ist. Nachdem die Abkochung dnrchgegvssenworden, pflegt sich noch ein Satz daraus zu lagern, vonwelchem nnn das geklärte Fluidum abgezogen wird. DasAbziehen desselben geschieht in ein untergesetztes Befaß,in das man vorher fünf Pfund der feinsten alcppischenGallapfel im gepulverten Zustand gebracht hat, die mitetwas Wasser zu einem Teige angeknetet worden sind.Man läßt alsdann die geklärte Schmackbrühe durch das imKübel angebrachte Zapfenloch auf den Gallusbrci laufen;worauf das Ganze in eine dazu bereitstellende Bütte ge-schüttet , und noch so viel kaltes Wasser hinzugegebenwird, daß die Brühe zusammen genommen 130 Maaßbeträgt.
Man läßt nun diese Brühe so lange stehen, bis sielauwarm geworden ist, nehmlich bis sie eine Temperaturvon 30 Grad nach dem Reaumürschen Thermometer ange-nommen hat, worauf alsdann die Gallung darin verrichtetwird. Gallct man bei einer hdhern Temperatur, so bildetsich während dem Durchnehmeu des Garns in der Brüheviel Schaum, und der Erfolg ist schlecht. Arbeitet manim Sommer, so muß das Auslaugen des Schmacks Abendsporhcr veranstaltet werden, wenn den darauf folgendenTag die Gallung verrichtet werden soll.