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Zweiter Band.
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der Gallusbrühe zwischen jede Lage vertheilt wird, woraufman das Garn auss neue mit einem hölzernen Stampferstark zusammenstößt, in welchem Zustande das Ganze eineNacht hindurch liegen bleibt.

Den Tag darauf wird das Garn so stark wie möglich«usgewunden, und, wen» es sich thun läßt, an der frischenLuft getrocknet; denn man hat die Bemerkung gemacht,daß, wenn das so bearbeitete Garn gleich auf den Tro-üenbaum gebracht wird, solches sid) in der nachfolgende»Deitze nicht gut durchnässet.

Indessen ist zu bemerken, daß, nachdem das Garneinmal ausgewunden worden ist, solches nicht lange liege»bleiben darf, weil dasselbe sonst gern schwarz ausschlägt.Tritt während der Arbeit Rcgenwetter ein, dann ist eSrathsam, das Garn lieber 2 bis z Tage lang in der Gall-brühe liegen zu lassen;'auch müssen zum Aufl>ängen jedes-mal besondere Stäbe angewendet werden, weil die, welchebei der Kothbeitze und Weißbcitze gebraucht worden sind,daS gegallte Garn verderben würden.

Die sechste Operation macht das Alaune»aus. Um dem gegallten Garn die Alaunbcitze zu geben,werden 3© Pfund feiner eisensreier Alaun in einem Kesselin der erforderlichen Quantität Wasser aufgelöset, so daßungefähr 125 Maaß Wasser zu diesem Alaun genommenwerden. Man erhitzt hierauf das Fluidum zum Sieden,und setzt alsdann erst i \ Pfund in Wasser gelöste gut kal-zinirte Pottasche, alsdann aber noch 2 Pfund zartgemah-lene Kreide hinzu, welches Zusetzen jedoch nur nach undwach, und mit der Behutsamkeit verrichtet werden muß,daß die Flüßigkeit, die in ein starkes Brausen geräth,«icht überlaufen kann. Man füllet nun alles in eine dazubestimmte Tonne, an welcher 3 Zoll über dem Boden einZapfenloch angebracht ist, um die sich geklärte Brühe vvmBodensatz rein abziehen zu können. Hat man regelmäßiggearbeitet, so müssen in allem 120 Maaß klare Brühe ge-wonnen worden seyn.