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Um die Gslliing des Garns, nehmlich das Durchneh-mc» desselben in der Gallusbrühe, zu veranstalten, bedientman sich eines Kübels, der zwei Fuß im Durchmesserhat, aber nur anderthalb Fuß tief ist, und den man aufein zwei Fuß hohes Gestell gesetzt hat. Man bringt nundiesen Kübel an die Bütte, worin die Gallusbrühe ent-halten ist, gießt von dieser Brühe so viel in den Kübel,daß sie zwei Finger hoch darinnen stehet, und knetet nunjedesmal zwei Pfund des Garns in der Brühe erst rechtuaß, worauf man solches völlig in die Brühe untertaucht,und lc> bis i2inal recht stark darin hin und herziehet, wo-bei selbiges, bei jedem neuen Herumziehen, auf den vier-ten Theil des Umfanges umgcfasset werden muß, eben so,wie solches bei der Operation des Waschens bereits erör-tert worden ist. Ist das Herausnehmen vollendet, sowird das Garn, Stück für Stück, so weit mit den Hän-den ausgedrückt, daß die ciugesaugte Brühe nicht mehrherauStropfclt, worauf solches in eine andere Bütte ein-gelegt wird.
Auf jedes Paar Garnbünde, jedes zu 2 Pfund gerech-net, werden nun iz Maaß der neuen Gallusbrühe erfor-dert , die jedesmal beim Ausschöpfen mittelst eines Be-sens gut durchgearbeitet werden muß. In dieser neuenBrühe werden nun die Garnbunde, jedes einzeln, nachder vorhin beschriebenen Weise recht gut durchgearbeitet.Hat man 14 Paar so bearbeitet, welche eine Lage im Kü-bel bilden, so wird mit einem hölzernen Stampfer rechtstark darauf gestoßen, damit alles Garn recht fest zu lie-gen kömmt, und noch etwas Brühe hinzugeschüttct.
Für die zweite Lage, welche eben so wie die erstebearbeitet wird, kommen jetzt abermals 14 Paar Garn-bunde, für die dritte und vierte aber, für jede 16 Paar;worauf die übrige Brühe zu der im Kübel befindlichen ge-schüttet wird. Jetzt legt man das Garn in eine andereleere Bütte um, und zwar so, daß da, wo bisher derKopf des Garn - Paars lag, nunmehr das entgegengesetzteLude desselben zu liegen kommt, dagegen der übrige Theil