4 58
pretscht sie hieraus vollkommen rein, wie ma» dieses beidc» vvrgcdruckten Kattunen zu thun pflegt.
Bei»! Färben der Garne ist folgendes zu beobachte!!:Man bringt auf einen Stab zwei Gebünde des zu färben-den Garns; solcher Stäbe werde» so viele vorgerichtet,als man nach der Länge des Garnkessels auf einmal fär-ben kann. Diese Kessel find viereckigt„ drei Schuh vierZoll breit, acht Schuh lang und zwei Schuh zwei Zollhoch. Oberhalb haben sie einen neun Zoll breiten Rand,der etwas schräg vvm Kessel aufsteigt, und in eine Hölzer»ne Rahme eingekerbt ist» welche aus dem Gemäuer desKessels liegt.
Die Menge des zu färbenden Garns richtet sich nachder Größe des Kessels. Gewöhnlich färbt man auf 25Stangen, auf denen sich 50 Pfund Garn befinden. DieseStangen werden blos zum Färben und zu keiner Opeta-tivn verwendet.
Den Kessel füllet man mit reinem Wasser ziemlichweit voll, und setzt dem Wasser auf jedes zu verwendendePfund Krapp anderthalb Loth Kreide zu. Die Äveidewird vorher fein gestoßen, mit etwas Wasser eingeweicht,und gut verrührt in den Färbekessel zu dem Wasser ge-schüttet. Hierauf thut man auf jedes Pfund zu färbendesGarn ein und ein halb Pfund Krapp in den Kessel, dendie Färber mit den Hände» zerdrücken, während das Fär-bebad sich nach und nach erwärmt. Nun wird das Badmit einer Krücke gut untereinander gerührt, damit sichdie Kreide und der Krapp gleichförmig zertheilen. Jetztnehmen zwei Farbknechte zwei Stöcke mit dem zu färben-den Garn und legen sie mit der einen Hand auf denRand des Kessels; einer derselben drückt dasselbe mit demKehrstecken in das Färbebad nieder. Alsdann nehmen siein jede Hand das Ende der beiden Färbestöcke und schwa-tzen die Garne in dem Bade herum, indem sie solche hinund her bewegen. Nun kehren (wenden) sie die Garnean den Stöcke», welches auf folgende Art verrichtet wird:Der eine Färber fährt, während beide mit der eine»