Band 
Zweiter Band.
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Aus oben,Gehender Stelle des Cane parius wirdman ersehen haben, daß er einer, lange Zeit allgemei,neu, Meinung Zufolge, welcher auch Berthollet<2ter Theil S- 22g) beistimmte, geglaubt hat, daßdas erwähnte Holz seinen Namen Brastlienholz demLande verdanke, wo es einheimisch ist, obgleich esausgemacht ist, baß es vielmehr seinen Namen je»nem Theile von Süd > Amerika, der uns als Brasilienbekannt ist, mitgetheilt hat.

Ich habe Seite 400 meines ersten Bandes auf dasAnsehen des Muratori und Bischofs eines „altenVertrages" Erwähnung gethan, „der im Jahre > >«)/,.zwischen den Städten Bologna und Ferrara abgeschlos,sen und dem Zufolge in der erster» Stadt eine Abgabevon den Brasilbeeren (gram de brasite), nehmlichdem Kennes" erhoben wurde. Denselben GewährstMännern Zufolge habe ich auch gesagt: „daß dieserbrasilischen Beeren und auch des Brasilienholzes in an,dern alten Urkunden, vorzüglich in einer vom Jahre* 198 und in einer andern vom Jahre > 3 o 6 , unter demNamen Lraxilia Erwähnung geschehe, l31 ) welcherName so wie brasilis vermuthlich von bragia, brace,

131) Auch tu den Schriften des spanischen Nabinen Kimichrim Jahr 119° und des Maimonidcs, der zu eben jenerZeit lebte, kommt das Brasilicnhoiz unter dem NamenBrcsil oder Brasil vor. Einen Beweis, daß daö Holz schonvor dem Jahr 1455 zum färben angewendet worden ist,liefert uns noch die Abhandlung von den Farben,die zwischen den Jahren 145Z und 1458 geschrieben wor-den.