einer brennenden Kohle ? französisch draiss *) abgkleitet worden; indem er geeignet war, den besten Be,griff von einer sehr glänzenden rothen oder flammendenFarbe zu geben. Da nun das Sappanholz, das man(wie den Indig und verschiedene Gewürze) aus Indienüber Egypien und Syrien bezogen haben konnte, zurZeit, als noch die Zinnbasiö unbekannt war, jene Far-be mit noch mehr Glanz als der Kermes geliefert habenmochte, so konnte es allerdings und mit gleicher Schick,lichkeit mir dem Namen brasilb oder traxilis belegtworden seyn. Dieses so bezeichnete Färbeholz konnteum so weniger ein amerikanisches Erzeugniß seyn, alsdieser Welttheil damals noch nicht entdeckt war.
Daß rothfarbende Hölzer gemeiniglich Bra,silienHölzer genannt worden, lange bevor dieser Na,me dem portugiesischen Gebiete in Südamerika ertheiltwurde, wird unwiderlegbar von dem genauesten undwohl unterrichtetsten Erzähler der Ereignisse seiner Zeit,dem Peter Martyr, Sekretair des ersten (Spani-schen) Rathes von Indien, dargethan. Dieser giebt imvierten Abschnitt seiner ersten, an den Cardinal vonArragonien gerichteten, Decade von der zweiten Reisedes Columbus (mit dem er genau bekannt war)«ach Amerika (von wo Columbus im Mai nachSpanien zurückkehrte) Nachricht, und sagt: daß nichtfern von den Gebirgen „von Cibana" in Hispaniola
») In der Orginal-Auflage der französischen Encyclopaediefini'e ich brasiller al5 ein mittleres Zeitwort, und alreinen Ausdruck deL Seewesens angeführt, den man ge-braucht „um die Feuer und daü Licht, welche dasMeer bei der Nacht wirft, zu bezeichnen."