Band 
Zweiter Band.
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liefert, wird als ziemlich groß beschrieben; Stamm undAeste sind mit Dornen besäet, die Blättchen eyförmigabgestumpft, die Blüthen - Trauben einfach und dieSaamengehause (Schovten) stachlicht und zweisckalicht,wovon jedes, wie Valentin versichert, zwei rochrschimmernde Bohnen enthält. Dieser Baum wächstausschließlich in erhabenen, felsigten, von der See ent<fernten Gegenden. *)

*) Piso bestättigt dieß, indem er sagt: „in den Gegendenam Meere erscheint der Baum nicht, sondern nur in denBienenwäldern , von wo er mi t g ro ßec M ü h e an'SUfer geschafft wird." (Brasil. 0. 164 .). Valen-tin stimmt hierin dem Piso bei, und sagt, daß dieseBäume mit andern vermischt wachsen. Der Kern oder dasHerz wird allein zum Färben gebraucht, und dies findetsich in so geringem Verhältniß zum Splint, daß, wennletzterer beseitigt ist, der Kern in einem Baume, desMannsdick ist, nicht mehr Umfang hat, als ein Schenkel.Er ist roth, hart, schwer und wirft beim Brennen Fun-ken. 133)

rzr) Das ächte Brasilicnholz, bei uns häufiger Fernam-bukholz genannt, kommt von einem sehr großen starkenBaum, der eine mit Stacheln besetzte Rinde hat. DasHolz dieses Baumes ist weiß, und nur der Kern desBaumes, welcher eine rothe Farbe besitzt, macht denjeni-gen Theil aus, welcher unter dem Namen Fernambuk ausBrasilien in den Handel gebracht wird. Lamark, wel-cher die Natur und Kultur dieses Baumes zuerst genaubestimmt, und denselben Caesalpiuia echinata ge-nannt, versichert uns mit Gewißheit, daß er nicht an denMeeresufcrn, wie man sonst glaubte, sondern im Innern,in den Wäldern und zwischen den Felsen an trockenen Or-ten anzutreffen ist. Die Blätter dieses Baumes stehen,