flüchtiges Oel mit kleinen Portionen von Kalk undPottasche in Verbindung mit Essigsäure, ohne nochandre Stoffe zu rechnen, die in Rücksicht ihrer Wir,kung beim Färben von keiner Bedeutung sind. Gerberstoff wurde ailgemein als ein Bestandrheii eines müsse,richten Auszuges aus Camvescheholz angesrben. dochohne Grund; indem ein frisch gemachter Ausguß oderAbsud eine Auflösung von Leim oder Hausenblase we,der gerinnen noch niederschlagen macht. Der anscdei,nende Niederschlag, der bisweilen zum Vorscheinkommt, ist die Wirkung einer nachfolgenden Verschlu«ckung von Sauerstoff, zu weichem der Färbesioff desCampeschehvlzes, so lang er feucht ist, «ine starke An,ziehung hat.
Wenn der Absud mit gemeinem statt mit destillir,Lem Wasser gemacht wird, so zeigt er keine gelbeoder Orangefarbe, sondern eine volle rothe oder dunkleBlutfarbe, die etttweder eine Wirkung des Selenit(Gyps) oder der Kalkerde ist, die gewöhnlich solchesWasser enthalt. Giebt man aber Schwefel, Salpeter,oder Salzsäure hinzu, so wird das Gelb wieder herge,stellt, und ein nachfolgender Zusatz von einem Kali, soviel als nöthig ist, um die Säure zu übersättigen, wirddie purpurrvthe Farbe wieder hervorbringen.
Wenn das Campescheholz von guter Beschaffenheitist, 140 ) so wird es zwischen einem Fünfzehntel und
Zwan,
146) Um die Güte des Pigments in dem Campeschehclz zuerforschen, schlägt Vogler vor, daß man in einem mitfrischem reinem Wasser angefüllten Glase eine angemessenePortion des käuflichen geraspelten oder gemahlenen Cain-
pesche-