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Zweiter Band.
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Giebt man eine hinreichende Portion Alaun zu ei<nem Absud von Campeschehvlz, so kann man bewirken.

aber', den er Matiere d’un rouge maron (wilden rothenFärbcstoff) nennt, im Wasser unauflösbar sey. Vonletzterm glaubt er, daß er die meisten Eigenschaften dersogenannten zusammenziehenden (adstringircndcn) Pflan-zen besitze, und vorzüglich die, einen Niederschlug vonGallerte zu bewirken. Ich bin jedoch überzeugt, daß die-ser unauflösliche Stoff, der nur zum Vorschein kommt,nachdem der Färbcstoff bis zur Eintrocknung verdunstetwurde, bloß das Erzeugnis einer Dcrbiudung des Sauer-stoffes mit einem Theile des von ihm sogenannten haema-tino sey. Ich habe wiederholt gefunden, daß ein Absudvon Campcschcholz, den man fünf oder sechs Wochenlang bei heißem Wetter aufbewahrte, die Süßigkeit ver-lor, und die Eigenschaften erlangte, die er seiner lllatievorouge maron zuschreibt, selbst die, eine Auflösung vonHausenblasen niederzuschlagen. Dieser Niederschlug ist je-doch von dem durch den Gerbcstoss bewirkten sehr verschie-den , weil er in siedendem Wasser auflösbarist, der vom Gerbcstoff hingegen ist es nicht.Dieser einzige Umstand beweiset, daß der Niederschlag,der bei einem frischen Absud von Campescheholznicht eintritt, die Folge einer später vor sich gehen-den Veränderung, und eine neuerworbenc Eigenschaftsey, die sich wesentlich von jener des GcrbcstoffeS unter-scheidet. UebrigcnS gesteht auch Herr Ehevrcuil, daßdie angeblichen beiden Arten Färbestoff von denselben Ba-sen angezogen, und beim Färben mit denselben Beitzenaufgetragen werden, s. Annales de Cliimie. gi et 82-Band.

l47) Eine vollständige Uebersetzung der chemischen Untersuchungdes Campcscheholzes von Chevreuil befindet sich im 2tenBand in Dtnglers neuem Journal der Farbckunst.