Schaafwvlle , mit schwefelsaurem Zink zubereitet,und mit Campescheholz gefärbt, nahm eine Veilchen»färbe an, die aber sehr flüchtig war.
Schaafwvlle, mit salzsaurem Spießglanz zubereitetund mit Campescheholz gefärbt, erhielt eine Tabaksfar,be von erträglicher Dauerhaftigkeit.
Schaafwvlle und feines Tuch, welches mit verdünn,tem salpetersaurem Bley gesotten und nachmals mitCampescheholz gefärbt wurde, bekam eine tiefe blaueFarbe, welche durch Aussetzen an Sonne und Luft baldzu schießen begann; fast ähnliche Wirkungen hattenstatt, wenn man eßigsaures Bley an die Stelle dessaipetersauren setzte.
Schaafwvlle oder Tuch, mit Campescheholz undentweder schwefelsaurem Kupfer oder Grünspan ge,färbt, erhält eine blaue Farbe, die jedoch weder glän,zend noch dauerhaft ist, obgleich die Wohlfeilheit derdazu gebrauchten Mittel häufig und allgemein zu ihremGebrauche anlockte, bald z« Zeugen von geringemWerthe und bald um dem vom Jndig erhaltenen Blaumehr Fülle und Dichte zu geben, und dadurch eine Er,sparniß des Jndig zu bewirken. Wirklich war der au,ßerordentlich hohe Preist des Jndig auf dem festen Lan,de von Europa in den letzter» Jahren, wie man michberichtet hat, Ursache, daß man fast allgemein für denangeführten Endzweck Campescheholz substituirte, vor,züglich in Frankreich. *4')
149) 2» den deutschen Färbereien erhalten die dunkelblaueWolltücher fast durchgängig durch einen Aussatz von Blau-holz ihre» tiefen Ton. Geringe Tücher färbt man, ohneihnen vorher einen Jndigaufsatz aus der Waidküpe zu ge-