auf denselben Zeugen zu erproben; wirklich fand ich zuwiederholten Malen, daß der Weinstein mit dieser Da,sis wirksamer als irgend ein anderes Mitte! ist, umdie Farbe den Einwirkungen der Sonne und Luft wi<Verstehen zu machen. Daher bin ich auch überzeugt,daß das vorzüglichste Verdienst der von Herrn Girosgebrauchten Beitze in der Verbindung des darin enthal,tenen Weinsteins mit dem Zinne liegt. Das schwefeltsaure Kupfer mag zwar dazu beitragen, die Sprödig,kcit, welche das Zinnoxyd gewöhnlich der Schaafwollegiebt, zu beseitigen und der Farbe selbst einen beson,dern Ton geben; doch es kann diese gewiß nicht daner,hafcer machen als sie es mit dem Zinuoxyd und Wein,stein, in gehörigem Verhältniß angewendet, seyn wird.Wenn Weinstein in einem vollen Verhältnisse genommenwird, so kann, wie ich glaube, jede Zinnauflösung zudem vorgesetzten Zwecke dienen; doch mag die schwefel,salzsanre als die wohlfeilste den Vorzug erhalten.
Herr Dambournay, der, wie ich oben erwähn,te, die Rinde der weißen Dirke (betula alba) alshöchst wirksam bei Fixirung der Farbe des Brasilienhol,zes mit salpetersalzsaurem Zinn anpriest, schreibt ihr ei,ne gleiche Wirkung auf die Farbe des Campeschehvlzesmit derselben Basis zu, und versichert, daß sie nochüberdies letztere Farbe in ein Blutrvth andere.
Ward salpetersalzsaures Wismuth als Beitze aufSchaafwolle angewendet, so lieferte das Campescheholzeine bläulichte Veilchenfarbe, welche, wenn sie durchverlängertes Sieden verdichtet wurde, in ein sehr vollles und dauerhaftes Schwarz ansschlag.