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Zweiter Band.
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ziehende Kraft Castringency) genannt, und von wel,cher die obenerwähnte Fähigkeit sowohl Maaß, Kenn»zeichen, als Beweis sey. *) Allein da diese Meinung

*) Der Beweis, wie sehr diese Meinung sowohl damals alsspäter verbreitet war, kann in den allerangesehensten Bü-ehern gefunden werden. Ooctor LeviS sagt in seinemI'liilosophical cominerce of arts (einem Werke von gro-ßem Verdienste, wenn man die Zeit seiner Erscheinung inErwägung zieht), bei Gelegenheit der Verfertigung derTinte aus Galläpfeln und schwefelsaurem Eisen: „DieKraft, wodurch Pflanzenstoffc jene Schwärze hervorbrin-gen, und ihr Zusammenziehendes (astringency), das iß,die Kraft, wodurch sie die thierischen Fasern zusammen-,ziehen, und zum Gerben des Leders beitragen, scheinenauf einem und demselben Principe zu beruhen,und in einem genauen Verhältnisse miteinander zu ste-hen." Eben so giebt Ooctor Cullen in der erstenAuflage seiner materia modica (S. 177. 410.) als einAntlcschciduNgSmerkmal der zusammenziehenden Pflanzen-stoff, folgendes an: „ihre Abfüde, die man in eine Auf-lösung von grünen Vitriol gießt, erzeugen eine schwarzeFarle und bilden eine Tinte;" — ferner sagt er: „jenePflaazenstoffe, welche die schwärzeste Tinte geben,koniLn auch als die stärksten und besten zusamnienziehen-den Sfofse angesehen werden, wenn sie änderst nicht miteiner besondern Schärfe vergesellschaftet sind, welche ihrenGebrauch als zusammenziehende Mittel unthunlich macht."— 2er berühmte M a cquer sagt in seiner Art de la1 Toirture en Soic, die in Folio mit Genehmigung derkönicl. Akademie der Wissenschaften zu Paris gedrucktwurte, ebenfalls: „Uebechaupt ist alle schwarze Facb-brüh, dem Wesen nach aus denselben Bestandtheilen zn-samirengeseht, womit man die Schreibetinte macht; es istimmer Eisen, das durch Säuren aufgelöst und. durch zu-

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