Von der Magie und ihren Theilen im Allgemeinen.
enthalten sein wird. — Die Gegenstände, die hier zur Sprachekommen sollen, werde ich in geschichtlicher Folge durchgehen undsie so in ein Ganzes zusammenstellen, daß erstens die Geschichteder Natur unsern magischen Gegenständen entspricht und daßzweitens soviel wie möglich ein Punkt dem andern die nähereBestimmung und das wahre Licht zu geben vermag.
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Eine authentische, unmittelbare Quelle über den Mythosund die Mysterien der ältesten Völker besitzen wir freilich nicht;und doch muß das Studium der Mystik weiter zurückgehen, alses geschieht, wie etwa bis zu den Kirchenvätcrn und den Gno-stikern, oder bis zum Platon. Bei dcn Acgyptcrn und Orientalenfinden wir gleichfalls nur Bruchstücke, aber doch so viel, daßwir die ersten Spuren und den eigentlichen Ursprung sicher imOrient aufzusuchen haben. Wir werden in der Folge diesen Satznäher beweisen. Die ältesten Urkunden enthalten nach neuerenForschungen unstreitig die Zcndbücher, Manu's Gesetze und die jüdi-schen Traditionen in der Kabbalah. Indem ich jene orientalischenUrkunden später insbesondere noch näher zu berücksichtigen habe,so wollen wir uns vorerst in der Kabbalah etwas umsehen undeinige Hauptlchrcn derselben durchsehen, welche nicht blos für dieRcligionsphilosophie, sondern für die Philosophie überhaupt undfür die Magie insbesondere höchst wichtig sind.
Lassen wir die Behauptung, daß schon die ältesten Philo-sophen, wie Pythagoras und Platon, wenn auch nur mittelbaraus derselben geschöpft haben, auf sich beruhen: so haben neuereForschungen gezeigt, daß die Traditionen des Zudcnthums jeden-falls zu den ältesten Quellen der Mysterien gehören. So sagtSchclling (Ueber die Gottheiten von Samothrace): „wie, wennsich schon in der griechischen Göttcrlehre Trümmer einer Erkennt-niß, ja eines wissenschaftlichen Systems zeigten, das weit überden Umkreis hinausginge, den die älteste durch schriftliche Denk-mäler bekannte Offenbarung gezogen hat?" Auch stellt er dortdie Vermuthung auf, daß dieses System wenigstens lheilwcise inder jüdischen Philosophie oder der sogenannten Kabbalah möchtezu finden sein. Franz von Baadcr sagt sogar: „Nicht blos das