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««.mente noch nicht so gezeichnet sind, wie es d zu wünschen wäre:, so sinddoch die Risse, welche uns die verschiedenen, Reisenden geben, in sofernübereinstimmend, dafs über den Hauptcharakter ihrer Bauart kein Zweifelobwalten kann.*) ' .J
Wir werden zuerst in besondern Abschnitten v,on dem Tempelbaue,von den Grabdenkmälern und dem Wasserbaue handeln, und dann die einzel-nen Theile der ägyptischen Baukunst in Betrachtung ziehen, als: die Gestaltihrer Säulen mit den Basen und Kapitalen, das Gebälke, das Decken- undDachwerk, den Grundbau und die Mauern, die Thüren und Fenster, die Stock-Werke über, einander und die Treppenanlagen, die Glieder ,und Gesimsarten,die innere und äufsere Auszierung, und das dazu angewandte Material. Da-durch wird siph ein treues Bild der ägyptischen Baukunst darstellen, welcheszeigen; wird, wie weit das Volk in der Kunst kam, und in wiefern es gegendie der Griechen noch zurückblieb.
§. 7. Die Quellen, welche bei unsern Forschungen zum Grunde lie-gen, sind upter den Alten vornehmlich Herodot , Diodor ; ,von Sizilien»Strabo und Plinius . Andere, au? denen wir einzelne Nachrichten schöp-fen,-werden wir-an Ort und Stelle anführen. Unter den arabischen Schrif-ten sind uns die Denkwürdigkeiten Aegyptens von Abdallatif am Ende deslöten Jahrhunderts in Hinsicht des damaligen Zustandes mancher ägyptischenDenkmäler nicht unwichtig. Unter den neuern, welche seit dem i5ten Jahr-hundert als Beisende Aegypten besuchten, ist die Anzahl derjenigen nichtklein, welche ihre Bemerkungen jiufgeschrieben und bekannt gemacht haben.Indessen konnten wir zu unserm Zwecke hauptsächlich nur solche benutzen,welche ihre Schriften mit Rissen und Zeichnungen begleiteten. Die wichti-gem in dieser Hinsicht sind Poco cke, Norden und Denon. Die erstemzwei waren aber iheils selbst keine grofsen Zeichner, theils fanden sie zuvielSchwierigkeit, den Maafsstab an die Monumente zu legen. Selbst Denon,der den französischen Feldzug in diesem Lande mitmachte, war nicht vielglücklicher als seine Vorgänger. In der Mitte kriegerischer Auftritte hatte
*) Der Leser bemerkt hier, dafs dies längere Zeit geschrieben ist, ehe das grofse Praehtwerk derfranzösischen Regierung: der Feldzug in Acgypien, erschien. Dies hat uns allerdings theils durchZeichnung, theils durch Beschreibung über -viele; nähere Kenntnifs von dem Lande und seinenAlferthiinjcrn gegeben. Auch ist das Erwarten dieses umfassenden Werkes die Ursache, dafs ichmit <ler Ausgahe dieser Geschichte so lange, zögerte, denn ich wollte alles benutzen, was uns innaher*.^ Kenntnifs dieses .merkwürdigen Landes und seiner Denkmäler setzen konnte. [' ifrnacliwei if ich meinen frühem Text theils ahäurfem^ theils durch Anmerkungen berichtigen and vervoll-Stän igen, so wie es mir’im Fortgänge der Erzählung ( am dienlichsten sclA'inen wird. ...