Band 
[Erster und Zweiter Band.]
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Die Geschichte der Baukunst,

zu befassen wufste. Ulysses baut sich sein Schlafgemach von Stein und Holzmit eigener Hand, der Sauhirt Eumaeus umzingelt eigenhändig seinen Hof,und erbaut umher die Kofen für die Schweine, und von dem Lagerzelt desAchilles wird gesagt: dafs die Myrmidonen, die ihm als Krieger folgten,auch den Bau desselben für ihn errichteten. Ein solches Terfahren ist ganzden Zeiten gemäfs, wo die Menschen mehr Familienweise hausen, wo dieArbeiten wegen ihrer Einfachheit noch nicht getheilt sind, wo jede Familiesich gleichsam alles selbst ist, und der Hausherr an der Spitze andern imGeschick der Arbeit vorangeht. *

Die Geschichte der Baukunst.

Zweit.es Alter.

Von Cypselus bis zur Befreiung Griechenlands von den Persern, von 658bis 476 vor Christo, oder von 01 . 50 — 75, 2.

§. _JL$ie Baukunst der Griechen mufste nothwendig innerhalb derBegrenzung einer rohen Technik bleiben, so lange nicht die wissenschaft-liche Bildung und die verschwisterten Künste, die Malerei und Bildnerei,hinzutraten. Dies Streben begann im Zeitalter des Cypselus, als den Grie-chen die Küsten von Aegypten unter Psammitichus geöffnet wurden. Vondaher kam die erste Anregung zur hohem Bildung, die dann in stetem GangeFortschritt. Mit Recht läfst sich dieser Zeitraum die Entwicklungsepoche dergriechischen Cultur in Kunst und Wissenschaft nennen. Früher hatten dieGriechen ihren Geist und Muth als kühne Abentheuer zu Wasser und zu Landebeurkundigt. Die Thaten der Starken lebten in dem Munde der Sänger,welche die noch rohe Sprache dem Wohlklang und Maafse unterwürfig mach-ten. Ueberall hatte sich der religiöse Sinn mit ihrem strebenden Muthe ver-einigt. Die Götter handelten mit ihnen, die Tapfern waren ihre Söhne undNachkommen. Zu den Heldengedichten und Stammtafeln gesellte sich dasLob der Götter im Gesänge begeisternder Lieder. Die von Alters hergebrach-ten Uebungen und Spiele stärkten ihren Körper, und gaben ihnen das Gefühlkriegerischer Ueberlegenheit. Diese erhob den Muth zur Freiheit, welche,■wenn sie gleich von Einzelnen in einzelnen Staaten gefährdet ward, doch imGanzen bei der Nation der herrschende Geist blieb. Alleinherrschaft war um