Zergliederungslehre oder Phytotonne.
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im schwammförmigen Parenchym immer geschieht, so werden sie auch wohl alsJntercellular-Räume, 1iitei8titiÄ intoroellularia , bezeichnet, und diesekönnen ihrerseits wieder in die noch folgenden Formen des Jntercellnlar-Systemsübergehen. 2) Die Sastgänge, oaimlos oder lluotus «uooikori, langgestreckte,mehr oder minder regelmäßige Canäle, welche der Länge nach das Zellgewebedurchziehen, bald mit flachwandigen, bald mit blasig in ihre Höhle vorspringendenZellen ausgekleidet und mit den aus diesen benachbarten Zellen abgesondertenSäften erfüllt sind; nach der Natur dieser Säfte werden sie noch näher alsHerzgänge (in Rinde und Holz der Koniferen), Grimmigange (in Stammund Blättern der Cykadeen), Milchsaftgänge (bei Cacteen und Rkus - Arten)bezeichnet, wo die letzteren aber nicht mit den oben erwähnten Milchsastzellen zuverwechseln sind. 3) Die Safthöhlen, or^Ms suooildrao, kleinere, ringsumgeschlossene, mit abgesonderten Säften erfüllte Räume im Zellgewebe, z. B.ätherisches Del enthaltend, in den Markstrahlen des Sassafras- und Zimmtbaumes.-L) Die Luftgänge, oansles oder ckuotus asrltori, ebenfalls langgestreckte, inparalleler Richtung mit der Achse des Pflanzentheiles verlaufende, aber mit Lufterfüllte Canäle, welche mit flachwandigen, unversehrten Zellen ausgekleidet undin gewissen Zwischenräumen mit Querscheidewänden versehen sind, die aus einerSchicht strahliger Zellen bestehen und vermittelst der (meist dreiseitigen) Zwischen-räume derselben die Communication des gasförmigen Inhaltes durch die ganzeHöhle gestatten; diese Gänge sind schon im jungen Zellgewebe vorhanden, aberbei vielen Pflanzen Anfangs mit schwammförmigem Parenchym ausgefüllt, welchesspäter theilweise oder ganz verschwindet; sie finden sich hauptsächlich in Stengelnund Blättern vieler Sumpf- und Wasserpflanzen. 5) Die Luftlücken, laeuoaoLörilerno, sind Räume, welche erst später durch das Vertrocknen und Zerreißenganzer Portionen des Zellgewebes entstanden sind, daher keine glatte, sondernrauhe, mit den Resten des abgestorbenen Gewebes ausgekleidete Wände haben.Sie finden sich am Häufigsten in der Markröhre des Stammes und der Aestebei vielen Pflanzen, wo sie meist ohne Unterbrechung von einem Knoten zumandern reichen, doch manchmal auch durch Querscheidewände unterbrochen werden,welche dann aber aus mehreren Schichten zurückgebliebenen Zellgewebes bestehenund niemals regelmäßig durchlöchert sind (z, B. im Stengel von kb^tolaoeuäeoaoära und in den Zweigen des Wallnnßbaumes).
Das oberflächliche Gewebe, oder die äußerste Schicht des Zellgewebesist bei den meisten der Gefäßbildung entbehrenden Pflanzen kaum oder gar nichtvon dem zunächst darunter liegenden innern Gewebe verschieden (nämlich bei den-Pilzen, den zellgewebigen Algen, den Jungermannieen und auf den Vegetations-Organen der meisten Moose). Bei den Gefäßpflanzen und dem kleinern Theileder Zellenpflanzen, wo diese äußerste Schicht von der innern Zellenmasse durchdie Gestalt und übrigen Verhältnisse ihrer Zellen deutlich unterschieden ist, bildetsie die Oberhaut, opilloriuis. Die Oberhautzellen sind zwar häufig platt-gedrückt, tafel- oder bandförmig (auf den Blättern des Mistels, der Lilien undGräser), oft aber auch von bedeutender Tiefe (auf den Blättern von ^Kavo-Arten, auf den Samen mancher Papilionaceen, z. B. von Viola, b'ada, 6ie6oariotiomu) , wo sie sich auch wohl in Form von stumpfen oder spitzen Papillennach Außen erheben (auf Stengel und Blättern des Eiskrautes und der Roobs»taloata, auf vielen Blumen, deren sammetartiger Glanz dadurch hervorgebrachtwird). Sie schließen sich, mit wenigen Ausnahmen, so vollständig mit ihrenSeiteuwänden aneinander, daß auf ihren Kauten keine Jntercellular-Gängebleiben, lassen aber häufig regelmäßig gestaltete Lücken zwischen sich, welche mitdarunter liegenden Jntercellular-Räumen des innern Gewebes (sogen. Athem-