Buch 
Berns Geschichte 1191-1891 : Festschrift zur 700-jährigen Gründungsfeier / Wolfg[ang] Friedrich von Mülinen
Entstehung
Seite
41
JPEG-Download
 

41

Auch mit deu andern Widersachern, Freiburg, Khburg,Nidau kamen Verträge zu Stande; mit den Waldstätten, Solo-thurn und Peterlingen wurden die alten Bünde erneuert. 1349vereinigten sich Bern und Freiburg, um den Grasen Peter vonGreherz zu strafen, der den Raubritter Otto von Grüningen,seinen Lehensmann, in Schutz genommen. Nachdem die Burgenvon Grüningen, Tröme, Bellegarde, Laubeck und Mannenberggebrochen worden waren, trat der Graf von Greherz dem Bundeder Städte bei.

4 . Inneres. Berns Bund mit den Waldstätten )5S3.

Die letzten Kriege hatten die Nothwendigkeit erwiesen, dieStadtbefestigungeu zu erweitern. Außerhalb der zweiten Ring-mauer, auf Grund und Boden des heutigen rothen Quartiers,hatte sich wieder eine Neuenstadt gebildet. In den Wechsclfällendes Krieges war sie zu ausgesetzt, als daß ihre Verbindung mitder Altstadt leicht erwünscht worden wäre. Freilich erleichtertedie Natur hier die Anlage von Befestigungen nicht, wie beimZeitglocken- und beim Käsichthurm, wo durchgehende Querschluchtensich erstreckten. 1346 wurde die Stadt zum dritten Mal befestigt.

Jil der Mitte der neuen Ringmauer stand der Christophel-thurni mit Thor, Fallgittern und Vorwerk. Beim heutigenBahnhof stand der Dittlingerthurm (die Benennung der Thürmeist aus späterer Zeit), noch nördlicher der Golatteumattgaß-thurm (an der Aarbergergasse), der Luntenthurm, nuten an derAare der noch bestehende Wnrstembergerthurm, von dem dieMauer zum alten Prediger- oder Harnischthurm zurückführte.Südlich vom Christophelthurm setzte die Mauer sich noch fort,um dann zur alteil Ringmauer zurückzubiegen. Diese Befesti-gungen haben fast sämmtlich noch in unserm Jahrhundertbestanden, trotz dem noch dazugekommenen Schanzenwerk. Einerder letzten, die dem Neuen weichen mußten, war der ehrwürdige

I