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Rachezug in das Müusterthal. Der Venner Rudolf von Ried-burg führte sie au. Alles wurde niedergebrannt:
Sie hatten schon gevochlen,der bere zwey lender hat verbrantzwcn turn, zwei sloz zerbrochen,litt und gut oll mit im bracht (heimgebracht),wirt es nit unterstanden,er spricht dem Bischof schach,mat ist im gar nach.
1361 vermittelte Graf Amadeus von Savoyen den Frieden,der aber in Bern wegen der auferlegten bedeutenden Entschä-digungssumme große Unzufriedenheit erregte. In den Zünftenwar davon die Rede, den Rath zu ändern; auf den Ruf:„Gelteuhals!" sollten die Verschworenen an's Werk gehen. Abermau kam ihnen zuvor und vereitelte den Plan. Die Bernermußten für den den Gotteshäusern zugefügten Schaden doch3000 Gulden zahlen.
5. Die Gugler.
Herzog Leopold von Oesterreich, der bei Morgarten focht,hatte seiner Gemahlin 8000 Mark Silber als Morgengabe ver-sprochen und dafür die Einkünfte verschiedener aargauischer Städteeingesetzt. Ihre einzige Tochter Katharina heirathete einen hohenfranzösischen Herrn aus dem Hause Couch. Ihr Sohn Enguerrandoder Jngelram von Couch war ein kühner Ritter, voll Lust zuKrieg und Abenteuern. Seinen König hatte er als Geisel nachEngland begleitet und dort Eduards III. Tochter, Jsabella, zurGemahlin erhalten. Jetzt lockte ihn der Zug gegen die Herzogevon Oesterreich, seine Vettern, die ihm die Morgengabe seinerGroßmutter, sein Erbe vorenthielten. Es hielt nicht schwer, einHeer anzuwerben. Vom englisch-französischen Kriege her warenTausende müßig und lungerten herum, eine wahre Landplage.