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und Malplaquet an, wo Victor Stürler die Reste des Regiments 'd'Albemarle, SO Mann, von der Wahlstatt führte, in der Schlachtvon Roßbach, wo die Schweizer zuletzt allein noch gegen Friedrich ;den Großen kämpften, bis ihrer in der französischen Revolutiondie herbsten Prüfungen warteten. :
Die Geschlechter von Erlach, May und Stürler sind unter -den Officieren in fremden Diensten am meisten vertreten. Be- ^sondere Auszeichnungen erlangten in der Heimath die General- ;
lieutenants Johann von Sacconay, der in Frankreich und Holland '
gedient, Friedrich May von Kiesen, gewesener Generalmajor in !Holland, und Robert Scipiv von Lentulus, der nach ruhmvoller !Laufbahn aus Preußen heimkehrte, um seine Erfahrungen zum ^Nutzen des Vaterlandes zu verwenden; er wurde der Reorgani-sator der bernischen Truppen. — Drei Berner wurden in Frank-reich und sieben in Holland Generallieutenants. Der GeneralNiklaus Tscharner, derselbe, der bei Vilmergen commandirte, hattein Frankreich und Holland gedient. Zu Feldmarschalllieutenantsin Oesterreich schwangen sich empor Hieronymus von Erlach,der später Schultheiß ward, Niklaus Doxat aus Jferten, CäsarJoseph von Lentulus und drei Tillier, Johann Franz und seineSöhne Johann Anton und Joseph Maximilian. Der BurggrafAlexander von Dohna (dessen Familie 1657 durch den Besitz derFreiherrschaft Coppet mit Bern verburgrechtet wurde), Mitglieddes Großen Rathes, ward preußischer Feldmarschall. EmanuelGroß war Jnfanteriegeneral in Modena, Friedrich Haldimannaus Jferten Gouverneur von Canada, Heinrich Bouquet ausRolle kämpfte als englischer General-Major gegen die Indianer;Abraham von Treytorrens ward Gouverneur von Messina, Sig-mund Rönner aus Nidau General-Major in Oesterreich, AntonFranz von Polier Artillerie-General des Großmoguls!
Nicht zu vergessen ist, daß Bern eine Zeit lang eine Marineauf dem Genfersee unterhielt, um da Sicherheit und Ruhe her-zustellen. Ihr Admiral war der Hugenotte Henri Marquis du