Eidgenössische Begehren an den Lönig. 129
schweizerischen Gesandten zu untersuchen, auf welche sie nochvor dem Bundesschwur eine Antwort zu erhalten wünschten.
Allervorderst stellten sie vor, daß die 400,000 Goldkronen,welche der König versprach, alljährlich zu bezahlen, lange nichthinreichen, die jährlich verfallenden Pensionen, Friedgelder undZinse des geliehenen Geldes zu entrichten, viel weniger also dieBesoldungen der Obersten und Hauptleute zu bezahlen oderAbschlagszahlungen an das schuldige Kapital leisten zu können;sie bitten also Se. Majestät, die jährliche Zahlung zu ver-größern.
Es werden Jhro Majestät zweitens nicht vermeinen, daß dieden Obersten und Hauptleutcn gegebenen Anweisungen auf ihreDomänen oder Renten sollten getilget werden durch die ver-sprochene jährliche Zahlung.
Drittens möchte Jhro Majestät die auf vergangene Lichtmeßverfallene Pension bis Ende dieses Jahres entrichten, und daßvon den königlichen Bezahlungen zuerst die Zinse entrichtetwerden, bevor sie zu Abzahlung der Kapitalien verwendetwerden.
Viertens bitten sie, daß Se. Majestät geruhe, die Pensionfür die Studenten zu vermehren, da aus der jetzigen Pensionnicht Einer, geschweige denn Zwei leben könnten.
Sie ersuchen ferner:
Daß den Soldaten der Garde der Sold verbessert werde, dasie bei der jetzigen Theurung nicht aus dem alten Soldleben können;
daß sie bei ihren Freiheiten und Privilegien geschützt werden;
daß nicht mehr der französische Hauptmann, sondern der. eid-genössische Lieutenant die leeren Stellen zu besetzen unddie Ungehorsamen zu kassiren habe;
daß dem eidgenössischen Lieutenant der Vorrang, auf der rech-ten Seite zu gehen, beibehalten werde;
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