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Einleitung.
Beschützer des Bundes, und träumte schon von einer Universal-herrschaft; aber auch Heinrich IV. hatte den Plan, das europäischeStaatcnspstem gänzlich umzugestalten. Spaniens Macht solltebeschränkt werden aus das Königreich dieses Namens, Österreichauf seine alten Besitzungen in Österreich, Kärnthen, Krain, Böhmenund Ungarn. Die Niederlande sollten eine eigene Republikbilden; die Freigrafschaft Burgund, das Elsaß und das Tprolsollten mit der Schweiz vereinigt werden. Die Streitigkeitenwegen Jülich und Eleve sollten den Vorwand geben zu Voll-ziehung dieser Pläne; aber als dieses eben beginnen sollte, soward er den 14. Mai 1610 durch Ravaillac ermordet. "*)
Ludwig XIII., der seinem Vater auf dem Throne folgen sollte,war noch nicht vollständig 9 Jahre alt, und da man Strei-tigkeiten unter den Großen des Reiches besorgte über die Wahleines Regenten, übereilte man die Wahl der Königin als Re-gentin so sehr, daß sie Abends um 6 Uhr von dem Parlamentschon dazu ernannt war, während der König um 4 Uhr ge-tödtet wurde. Da nun der König den 27. Hcrbstmonat 1614das 13. Jahr völlig erreicht hatte, wurde er mojorenn erklärtund begann seine Regierung damit, daß er den 1. Weinmonatdas Edikt von Nantes bestätigte.
In Deutschland war große Uneinigkeit. Die Union und dieLigue waren beinahe immer gegen einander gerüstet und niewußte man, wann es zum Ausbruche kommen würde. Den-noch ließen im Jahr 1612 Zürich und Bern sich verleiten, inein Bündniß zu treten mit dem Markgrafen Georg Friedrichvon Baden, ein Bündniß, das nur schädlich sein konnte undganz unpolitisch war. Es mußte bei den Katholiken den Ver-
>") Psister Geschichte der Deutsche». Bd. IV. Dritter Abschnitt."°) Bazin Histoire He Louis XI». Tom, I. P. 22. 262.