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Erster Band.
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Richelieu tritt in dtn Rath t> kS KöingS. 143

Mal jedem Kanton 100 Mütte Salz und in der Folge so vieler bedürfe um 8 Livres der Mütt frei Basel zu liefern, welchesdie Hälfte des gewöhnlichen Preises war. Da die Vorstellun-gen des Ambassadors nicht den erwünschten Eindruck machten,so behielt er drei Kantonen die Pensionen zurück und vermochteLucern und Nnterwaldcn, von diesem Vorhaben abzustehen, in-dem er ihnen vorstellte, daß so viele Bündnisse sse nur verächt-lich machen würden, und wenn, dadurch bewogen, die größernMächte sich nicht ganz zurückzögen, so würde doch ihre Freund-schaft für sie sehr vermindert. Was aber am nachtheiligstcnfür sie sein könnte, das wäre, wenn, dadurch aufgemuntert,die evangelischen Stände sich mit einer Reihe von protestan-tischen Fürsten verbinden würden, die bis nach England reichenwürde. ,45 )

Schon im Jahr 1617, bei Anlaß des Todes vom Marschalld'Ancre, ward Richelieu auf Befehl des Königs in seinen Ratheingeführt; 146 ) aber bald trat er wieder aus. Er erhielt inder Zwischenzeit die Kardinalswürde und trat förmlich in denköniglichen Rath ein, als Minister der auswärtigen Angelegen-heiten. Er schien sich lange sträuben zu wollen gegen die An-nahme dieser Stelle, und unter andern Gründen führte er auchan, daß das Geschäft wegen des Veltlins, und die schlechte Behand-lung der Schweizer Schwierigkeiten seien, die er nicht genugkenne.

Von der Zeit des Todes Heinrich's IV., bis dieser Kardinalan die Regierung trat, herrschte am Hof von Frankreich, imInnern des Landes und in seinen äußern Angelegenheiten eineUnsicherheit, ein Schwanken, eine Planlosigkeit, die ganz dem

»') A. a. O.

Mémoire» àe HîeNelieu. Chez, Petitot. Tom. I.XXl. P. 421.A. a. O. Tom. I/XXI1. I>. 287.

Zà Gksch. 1. I.

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