Band 
Erster Band.
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Z»stand der Schweiz im Allgemeinen. 1GI

maischen Bund zum Schutz ihrer Religion. 1587 verbandensie sich mit Spanien und erneuerten diesen Bund 1634, und indem nämlichen Jahre auch mit Savopen. Einzig im Jahr 1647,als das deutsche Reich sich der gänzlichen Loöreißung der Schweizvon Deutschland, die in dem westphälischen Frieden ausgesprochenwar, widersetzen wollte, entschloß sich die ganze Schweiz zuAufstellung eines Heeres von 70 Fahnen und 30 Reiterkom-pagnien, wodurch der Kaiser bewogen wurde, die Unabhängig-keitöerklärung der Schweiz, die in dem Frieden aufgenommenwar, in Deutschland anerkennen zu machen. Wenige Jahrespäter brach in der Schweiz der Bauernaufstand aus. Im Jahr1655 verbündeten sich die katholischen Kantone mit Savopenund dem Bischof von Basel. 1656 entstand der Arterkrieg, derbald durch den Frieden von Baden beseitigt war. Aber durchdie ausgestreuten Lügen und Intriguen des Wolf FriedrichSchorno, nicht ohne Verdacht von Mitwirkung der Jesuiten,zog sich Schwpz 1676 von dem Defensionale zurück, welchemBeispiel zuerst katholisch Glarus, dann 1678 Uri und Unter-walden und später auch Zug folgten.

In den Jahren 1693, 1695, 1696 und 1697 hielten die ka-tholischen Kantone geheime Konferenzen, in denen allen sie be-riethen, wie sie sich gegen die reformirten Kantone vertheidigenkönnten. 4 ) Allein zu bestimmten Maßregeln führten diese Be-rathungen nicht, und in dem folgenden innern Kriege des Jahres1712 hatten sich die Sachen ganz anders gestaltet, als sie essich vorgestellt hatten, und sie konnten daher die gefaßten Be-schlüsse nicht vollziehen. Man sieht deutlich, daß der Zweck dieserVersammlungen hauptsächlich darin bestand, gegenseitig die Be-

0 Archiv für schweizerische Geschichte und Landeskunde. Bd. >. S. 366. 370.Archiv für schweizerische Geschichte. Bd. lV. S. 193. Handschrift Bd. Vlll.

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