Neucnburgische Zustände.
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sicher war, ja wovon er gewiß weiß, daß es ihm unmöglich ist,sie zu beweisen, und dieses nicht nur vor der ganzen Schweiz,sondern selbst vor den Augen vor ganz Europa, dessen Regentenihre Gesandten daselbst haben. Ich habe noch nie einen so ge-schickten Brief gelesen, wie den von Jhro Excellenzen von Bern,und ich sah noch niemals Jemanden so empfindlich der Lügenstrafen und doch so ehrerbietig; ich fühlte mich dadurch sehr ver-pflichtet, aber ich habe auch herzlich gelacht über ihre Art, demPrinzen zu widersprechen. Jedermann hier fand die Depeschewunderbar schön. Es thut mir leid, daß man Sie meinetwegenanklagen wollte, aber der geringe Erfolg davon hat mich ge-tröstet. Ich bitte Sie, mich unter ihre guten Freundinnen zuzählen, und ich werde sorgfältig die Mittel aufsuchen, es Ihnenzu beweisen. (Sig.) Marie von Orleans.
Auf den Brief des Prinzen von Conti antwortete Herr Willa-ding den 10. Heumonat 1702: .
Ich habe das Schreiben erhalten, womit Ew. Dt. die Gütehatte, mich zu beehren. Ich betrachte dasselbe als einen wahrenBeweis Ihres Wohlwollens, dessen ich trachten werde, mich wür-dig zu machen. Es hat mich daher sehr gekränkt, zu vernehmen, daßvor einiger Zeit man sehr übel begründete Eindrücke über meineHandlungsweise Ew. Dt. beigebracht hat; auch bat ich den HerrnCornillat, Ew. Dt. von der Wahrheit der Sache zu unterrichten,damit Sie wissen können, daß ich in dem'bewußten Geschäftnach meiner Pflicht gehandelt habe und keineswegs zum Nach-theil der Rechte von Ew. Durchlaucht. Ich kann Sie versichern,daß meine Neigung mich viel mehr dahin drängt, die Rechteund Forderungen, welche Sie nach dem Tode der Madame vonNemours auf das Fürstenthum Neuenburg haben können, zuunterstützen, da dannzumalcn die Lage der Sachen ganz anderssein wird, als jetzt und während dem Leben der Fürstin, weildannzumal die Bande des Bundes und des Bürgerrechts, welche