Frankreichs Drohungen.
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nach Neuenburg zu gehen, um daselbst seine Willensmeinungbekannt zu machen. Allein als Se. Majestät den letzten Eil-boten an mich absandte, wußte sie noch nicht, daß Sie den größtenTheil der französischen Herren Prätendenten gleichsam gezwungenhatten, ihren Prozeß aufzugeben; daß Sie es auögeschlagcn haben,die Rechte, welche das Haus Longueville auf die GrafschaftNeuenburg besitzt, abgeändert von denen, welche das HausChalonö zu haben glaubt, zu beurtheilen, und daß Sie so vielals entschlossen seien, Montags den. . dieses Monats denKurfürsten von Brandenburg damit zu belehnen. Dieses sinddie Gründe, die mich verhindern, zu Ihnen zu kommen, umnicht Zeuge von dieser schreienden Ungerechtigkeit zu sein, zuwelcher Sie nach Ihrem ganzen Betragen seit dem Tode derFrau Herzogin von Nemours scheinen im Voraus entschlossenzu sein. Indessen will ich einen Theil von dem, was der Königmir befiehlt, zu sagen, Ihnen nicht verbergen, mir vorbehaltend,das Übrige mündlich mitzutheilen, wenn Sie den französischenHerren Prätendenten eine genügende Frist gestatten, die ich, imNamen des Königs, für sie begehre, damit sie in den Standgesetzt werden, nochmals ihr Recht geltend zu machen, und wennSie mir versprechen, daß Sie diese Rechte abgeändert von denenbeurtheilen werden, auf welche das Haus Chalons Anspruchmacht. Der König befiehlt mir, Ihnen zu sagen, daß die guteMeinung, die er von Ihrer Billigkeit und Klugheit hatte,ihm nicht erlaubte, zu glauben, daß die Anerbietungen und Ver-sprechungen eines Fürsten, der sein Feind ist, viel weniger nochdie öffentliche Anwendung der Mittel, die man braucht, um ineinem Rechtsstreit die Stimmen zu gewinnen, so viel auf Sievermöchten, daß Sie zu Gunsten dieses Letzten eine so großeUngerechtigkeit gegen die Unterthanen Sr. Majestät begehenwürden; daß, nachdem Sie seit so vielen Jahren alle Vortheile,welche Ihnen der Militärdienst und der Handel mit dem König-