Band 
Erster Band.
Seite
209
JPEG-Download
 

ren von Stadia» und Runkel, Bericht erhalten über alles Vor-gefallene, so übergaben sie den 23. Christmvnat 1707 folgendeNote dem Rath von Bern:

„Die Verbindlichkeiten, welche Ihre Majestät die Königin vonEngland und Jhro Hochmögenden zu Gunsten deö KönigS vonPreußen, die Staaten von Neuenburg betreffend, übernommenhaben, sowohl als ihre Achtsamkeit auf Alles, was die Sicher-heit und die Erhaltung der löblichen protestantischen Kantonebetrifft, verpflichten uns, Ihnen ihrerseits die bestimmte Ver-sicherung zu geben, daß Jhro Majestät die Königin von Groß-britannien und Jhro Hochmögcnden die wirksamsten Mittelergreifen werden, die Sie selbst für geeignet halten werden,die Völker von Neuenburg, Unterthanen des Königs von Preu-ßen, und Ihre Verburgerrechteten zu unterstützen und um Sieselbst gegen die französische Unterdrückung zu sichern.

„Jhro Majestät die Königin von Großbritamn'en und JhroHochmögenden hätten schon früher, alsobald bei der Belchnungdes Königs von Preußen, Truppen für Ihre Vertheidigungmarschiren lassen und überhaupt die zu diesem Zwecke nöthi-gen Verfügungen getroffen, wenn sie nicht besorgt hätten, denFranzosen einen Vorwand zu leihen, Neuenburg einzunehmen,zu dem Zwecke (so hätten sie gesagt), die Allirten zu verhin-dern, ihre Plane auszuführen, und wenn man nicht hätte Allesausweichen wollen, was Anlaß gegeben hätte, Ihre Ruhe zntrüben. Obschon fast alle Theile Europas die Erfahrung ge-macht haben, was die Ehrsucht und die Leidenschaften den Franzosen eingeben können, so gesteht man Ihnen doch, Großmäch-tigc Herren, daß man früher sich nicht vorstellen konnte, daßFrankreich in der Lage, in welcher es sich befindet, etwas gegenNeuenburg unternehmen wollte. In Wahrheit hat man nichtgeglaubt, daß es sich würde aufhalten lassen durch die Be-trachtung der Ungerechtigkeit eines solchen Unternehmens, undZcllw. Gesch. I. l. 1*