gehrte, daß die Tagsatzung einige ihrer Mitglieder abordne,denen er eröffnen könne, über welche Gegenstände er zu unter-handeln beauftragt sei. Diese bestanden darin, daß er begehre,zwei Schweizerregimenter in seinen Sold zu nehmen, welchedie vorderösterreichischen Lande vor jedem Angriff schützen sollten.Er anerbot, die rückstehenden Pensionen zu bezahlen, welche lautdem Kapitulat den Eidgenossen zu gut kommen sollten. Ferneranerbiete Se. Majestät, den Partikularen ihre Forderungen, welchesie für Pensionen, Besoldungen oder Anderes an die mailändischenStaaten zu machen hätten, in einer Aversalsumme zu bezahlen.Sie überlasse es der Klugheit der Stände, zu überlegen, obes ihnen nicht anständig wäre, das mailändische Kapitulat aufsie überzutragen, als den rechtmäßigen, unbezweifelten Lehnherrdieses Herzogthums. Se. Majestät erkläre, daß, im Fall sie oderdas durchlauchtigste Haus Österreich für gut fänden, dieses Her-zogthum für sich zu behalten, sie zu Bewachung desselben, so wieauch der vorderösterreichischen Lande für immer schweizerischeTruppen in ihrem Sold halten werden. Se. Majestät versprecheferner, nie eine Änderung wegen der Staatsgelder und Pen-sionen zu machen, welche die Schweizer laut dem Kapitulatgenießen, und um den Ständen einen neuen Beweis ihrer bundes-mäßigcn Vorliebe zu geben, so wolle sie einer gewissen Anzahljunger Schweizer Pensionen geben, damit sie in seinen Staatenstudiren können, und endlich wolle er gestatten, daß die Eidgenossenihren Bund mit Frankreich halten und ihm gemäß leben, aberganz so, wie er laute und nicht anders.
Gleichzeitig übergab der spanische Ambassador, Graf KarlCasati, eine Denkschrift, durch welche er in den allerhöflichsten undfreundschaftlichsten Ausdrücken anzeigte, daß sein Herr, der KönigPhilipp V., Besitz vom spanischen Thron genommen habe, unterdem lautesten Jubel des Volkes, der Anerkennung seiner Ständeund aller fremden Mächte, denen die Erhaltung des Friedens