Auch Spanien bewirbt sich um Hülfe. 278
am Herzen liege. Er habe der Schweiz den Beweis leistenwollen, daß er mit dem Throne auch die stets bestehenden Maximeneines treuen Verbündeten ererbt habe, namentlich durch seineErnennung als Ambassador in der Schweiz u. s. w.
Er sucht dann zu beweisen, daß durch den Theilungstraktatder drei Mächte, Frankreich durch den Besitz der ihm zugedachtenLänder eine beträchtliche Vermehrung seines Territoriums undseiner Kräfte erhalten hätte; daß daher die Abtretung aller dieserVortheile an seinen Enkel einen großen Beweis der Uncigen-nützigkeit des Königs geliefert habe. Sehr klug und halb ver-borgen, nicht im Zusammenhang der Sachen, bemerkt dieser ge-wandte Diplomat: „Die alten und neuern Geschichten beweisen„genügend, daß immer die Interessen eines Staates die ersten„sind, und daß diese selbst die am engsten mit einander verbundenen„Staaten entzweien können."
Er sagt ferner, daß Se. Majestät ihm befohlen habe, zu er-klären, daß, da Sc. Majestät in den Staaten wie in seinen Bünd-nissen dem König Karl II. nachgefolgt sei, so sei sie fest entschlossen,auch den Bund mit den Eidgenossen und denjenigen des mai-ländischen Staates mit den katholischen Kantonen in allen Punktentreu zu halten, und bevor sie erneuert werden, die rückständigenZahlungen zu leisten. Und um einen Beweis des Zutrauens zugeben, welches er in alle Kantone setze, so begehre der König,zwei Regimenter in seinen Sold zu nehmen. Er versichert dann-noch die fernere Bezahlung der Pensionen und daß beide Nationen,Frankreich und Spanien, der Eidgenossenschaft immer Hülfeund Beistand gewähren werden. °°)
Auch ein Abgeordneter des Markgrafen Ludwig Wilhelmvon Baden-Durlach erschien und bat sehr dringend, sie möchtendoch seine obern Lande in die Neutralität aufnehmen, denn er
*>) Mémoire« de Lamberty, P. 411 —445. •