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Erster Band.
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281
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Dir Schweiz anerkennt den König von Spanien. 281

„niglichen Mayestät und Dero Königlichen Desrfendenz gnädigst„angedeyhen laßen wolle, Wormit" u. s. w.

Das Schreiben an den König von Spanien ist in eben sogemessenen Ausdrücken abgefaßt:")

Den Beweis zu liefern, wie ernst es den Eidgenossen sei, dieNeutralität zu beobachten, schlugen einstweilen die evangelischenund die katholischen Kantone die Truppenlieferung ab, und allebeschlossen einstimmig, auf die Ermahnung des BürgermeistersMeier von Zürich hin, alle Verhandlungen geheim zu halten,dessen ungeachtet erfuhren die fremden Gesandten alles, was inder Tagsatzung gesprochen wurde, beinahe noch vor Beschluß derSitzung.")

Unter dem Vorwand, daß die Privilegien der Schweizer nuranwendbar seien auf Waaren, die in der Schweiz produzirtund fabrizirt worden seien, erhöhte Frankreich die Zölle aufmanche Artikel um 30 °/ 0 ; Eisendraht wurde an den einenZvllstättcn durchgelaffen, an anderen nicht; Crepes wurden se-questrirt und Plackereien aller Art gegen den schweizerischenHandel geübt, worüber die Kaufleute bei dem Ambassador undbei der Tagsatzung ihre Klagen einlegten.") Die Tagsatzungunterstützte mit Wärme diese Klagen und beschloß, daß wennnicht darauf geachtet würde, werde man begehren zu wissen, aufwas man sich gegen Frankreich zu versehen habe.

Wenden wir nun unseren Blick nach Frankreich, so werdenwir dort große Veränderungen beobachten. Der Minister'der

") Beilage Nro. IX, Archiv in HeriSau. Karton aus der Unterschriftsollte man vermuthen, daß jeder Kanton für' sich ein solches Schreibenerlassen hätte.

»’) Zwei Berichte des LandammanneS Gruber, im Archiv zu Urnäsch.

") Memorial der schweizerischen Kaufleute vvm 20. Heumonat 1701 in demArchiv des kaufmännischen Direktoriums in St. Gallen. Kasten A.Trucken XVII. Pack 61.

M ) Obige Berichte Gruber'S.