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Buch II. Kapitel 1.
nichts vorn Kriegswesen, so daß der König ihm befahl, nichtsauszufertigen, ohne es vorher dem Marschall von Boufflers vor-gezeigt zu haben. Er besaß jedoch viel Eifer und Uneigen-nützigkeit. 3 )
Auf Seite der Verbündeten war der Herzog von Marl-borough seit 1702 unter der Königin Anna der leitende Sternaller politischen und militärischen Angelegenheiten; aber im Laufdes Jahres 1709 fieng dieser Stern an zu bleichen. Er selbstsagte zum Prinzen Eugen im Wintermonat 1709: Es haben Mehredaran gearbeitet, durch große Versprechungen ihn zu einemSeparatfrieden zu bewegen; da er es aber durchaus ausge-schlagen, so habe dieses die Anzahl seiner Feinde vermehrt undselbst ihm eine Art von Mißfallen bei Hof zugezogen. Es scheine,seine Stunde habe noch nicht geschlagen; aber wenn er nichtnach London gekommen wäre, so wäre der Pctttikularfriedenschon geschlossen.
Der Großpensionär Heinsius war derjenige, welcher Alles inHolland leitete; in Deutschland aber war der Prinz Eugen vonSavoyen, obschon er seit 1703 Präsident des Kriegsrathes warund daher besser als früher für die Bedürfnisse der Armeesorgen konnte, dennoch, so lange der Kaiser Leopold lebte, nochsehr durch Intriguen und Hindernisse jeder Art beschränkt. Nunaber bestieg Joseph 1. den Kaiserthron 1705. Dieser jungeFürst, erst 27 Jahre alt, war feurig und hochherzig, und langegenug selbst beim Heere anwesend gewesen, um die Gebrecheneiner Oberleitung aus der Ferne zu kennen; deßwegen ertheilteer schon in den ersten Tagen seiner Regierung dem PrinzenEugen größere Vollmacht. Seit dieser Zeit bildeten diese dreigroßen Männer, frei von Neid und Eifersucht, die Einheit,welche die Alliirten leitete, und fesselten den Sieg und das Glück
’) Biographie universelle de Michaud.