Berichte von dü Luc über diese Ereignisse. 57
Feinden Frankreichs einverstanden seien, diesem Staat Schadenzuzufügen, woraus sie hofften, Nutzen zu ziehen.
Auch der Graf Trautmannsdorff habe beim frohen Mahl(entre la poire et le fromage) gesagt: zwei durch Basel ge-gangene Kouriere hätten dem General Dann den Befehl gebracht,den 20. den Marschall Berwick anzugreifen, welchen er zu schlagenhoffe, und in der Grafschaft Burgund sich mit dem Herzog vonHannover zu vereinigen.
Sie werden, sagt ferner dü Luc, die Briefe von Basel bei-geschlossen finden. Der letzte sei ihm heute durch einen Läuferübergeben worden, dem er aber den Empfangschein verweigerte,weil er zu sehr gegen diese unwürdige Stadt erbittert war. Erhabe buchstäbliche Beweise, daß außer den Nachrichten, welchedie Baseler von ihren Gesandten und der Tagsatzung erhielten,sie Sonntags den 18. schon sichere Nachricht hatten, daß dieFeinde den 20. ihren Boden verletzen würden. Der Herr vonTorcy werde es ohne Zweifel schon wissen, daß, als HerrJourdain von Hüningen in Basel war zur Zeit, als sich dasGerücht verbreitete von dem nahen Durchmarsch der Deutschen,er vom Magistrat die Erlaubniß begehrte, in Hüningen zuwarnen, was ihm zum Schein bewilligt wurde; aber die Bürger-schaft hinderte seine Abreise. Man verweigerte ihm auch einSchiffchen, diese Nachricht auf dem Rhein zu bringen. Hin-gegen öffnete man die Thore dem gewesenen Kommandantenvon Rheinfelden, Unruh, der ein Kompliment vom GeneralMercp brachte und daß der Herzog von Hannover sich wegendes Durchzugs rechtfertigen werde. Das Volk dieses Kantonsbeeilte sich, den Reitern Futter zu verschaffen, als wären es
*9 Demnach, daß Herr Heußler den Oberstzunstmeistcr I. I. Merian be-schuldigt, dem deutschen Interesse ergeben zu sein, läßt sich vermuthen,daß wohl er die Schuld hatte an dem Ungehorsam der Wache. BaselerBeiträge rc. Bd. II. S. 239.