58
Buch 11. K api tel l.
Kantonaltruppen gewesen , die in seinem Dienste stünden. Wennder König Meister vvm Elsaß bleibt, so wird es ihm nicht schwerfallen, sich zu rächen. ”)
In dein Brief, den er den 23. August dem Herzog von Maine,Obersten der Schweizer (natürlicher Sohn und Liebling desKönigs), schrieb, sagt er unter Anderm: „Ich zweifle daran,daß die Herren von Basel von mir in langer Zeit ein gutesWort erhalten werden. Sie werden, Monseigneur! aus dembeiliegenden Memorial ersehen, wie sie sich aufgeführt haben.Ich weiß nicht, wie der König dieses aufnehmen wird; aber dasweiß ich, daß erklärte Feinde nicht anders handeln würden, alsdieser Kanton thut. Ich habe mich bei der Eidgenossenschaftdarüber beklagt und erwarte eine Antwort, die ich Euer Hoheitmittheilen werde. Die Aufführung der Regierung von Baselhindert mich, Ihrem Auftrag Genüge zu leisten wegen desStreites zwischen dem Herrn Krämer und der Wittwe Schmide-man. Ich habe dem Herrn Krämer nur berichtet, er solle esbewirken, daß diese Wittwe ihre Vollmacht einsende. DieserHauptmann Krämer ist es, der mir zuerst die Nachricht gabvon dem Durchmarsch der Deutschen und von den unbedeutendenMaßregeln, die seine Herren und Obern genommen hatten, eszu verhindern." 34 )
Wie der Ambassador diesen Anlaß benutzte, ganz seiner In-struktion zuwider, das Feuer der Zwietracht zwischen den Katho-liken und Protestanten anzublasen, mögen die zwei Briefe andie Schultheißen Dürler und Besenval beweisen. 35 )
Seinem Dolmetscher Vigier von Solothurn, den er währendseiner Abwesenheit bei der Tagsatzung akkreditirte, gab er Auf-
») Bd. V. S. 166.
») A. a. O. S. 174.
“) Beilagen Nro. XVlll.