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Zweiter Band.
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Die katholischen Kantone verlassen die Tagsatzung. 79

geschehe, da er alle Tage neue Äußerungen des bösen Willensjener Stadt erhalte.

Der Rath von Basel sand diese Äußerungen so bedenklich,daß er die evangelischen Vororte berieth, ob er sich darüberbeklagen solle, was sie sehr billigten. Es scheint jedoch dieseKlage in sehr demüthigen Ausdrücken abgefaßt gewesen zu sein. 76 )Bei der Tagsatzung selbst war die Mißstimmung sehr groß, unddie katholischen Kantone wollten in keine Berathung mehr ein-treten, bis das Toggenburger Geschäft und andere Zwistigkeitenbeigelegt seien. So gieng die Tagsatzung auseinander.

Die Sachen blieben auf diesem Fuß, bis der General Daunin das Piémont zurückgekehrt war, wodurch der Marschall Ber-wick in den Stand gesetzt wurde, dem Marschall von Harcourteine Verstärkung von 25 Schwadronen Reutern zuzuschicken, dienun dieser gerne zur Eroberung der Waldstätte verwendet hätte,wenn die Eidgenossen nicht vermocht werden könnten, es zu thunund die Waldstätte bis zum Frieden in ihrer Gewalt zu behalten.

Der Ambassador fand sich durch dieses Begehren in Verlegen-heit, da er früher immer gerühmt hatte, wie die katholischenKantone dazu geneigt wären. Er antwortete auf seine gewohnteArt den 11. Weinmonat 1709 dem Marschall von Harcourt:Er müsse ihm seine Lage auseinander setzen und ihn um seinenguten Rath bitten, da er nicht zeitlich genug die Befehle desKönigs erwarten könnte. Die protestantischen Kantone hättenTruppen in der Stadt und auf dem Land zu Basel, die . Stadtund die Pässe zu bewachen; die Kantone Lucern, Freiburg undSolvthurn haben zu dem nämlichen Zweck auch Truppen daselbst,welche mit denen von Basel nur etwa 800 Mann stark seien.

") Bd. v. S. 266 .

■”0 In den von Basel erhaltenen Akten finde ich es nicht, und Herr Heußlergiebt in den Beiträgen u. s.w. Bd. II. S. 238 nur einen kurzen Auszug.