Die Protestanten schicken Gesandte an den Ambassador. !H
Hannover enthielten, hervor, so wie auch, daß sein Herr bei derBewilligung der Neutralität der Waldstätte und des Frickthalesnur die Ruhe der Schweiz im Auge gehabt, und daß, wenn siedieses überlegen, sie nur gegen den König mit Dankbarkeit er-füllt sein könnten, welchem die Abgeordneten beistimmten. DerAmbassador fuhr fort, ihnen die ganze Unterhandlung wegen derNeutralität vorzulegen, und nachdem er ihnen den Abschied vomWeinmonat 1702 vorgelesen hatte, fragte er sie, ob sie nichtselbst finden, daß sie gegen den König eben so wohl das Wortgebrochen haben, als der Kaiser gegen sie, worauf sie nichtsantworteten. Dann ergriff der Rathsherr Tscharner von Berndas Wort und sagte: Glücklicherweise habe die Unternehmunggefehlt, und Se. Majestät habe für jetzt nichts zu besorgen; aberdie Sachen können sich wieder ändern, und der Kanton Baselsei nicht der einzige, durch welchen die Feinde des Königs inseine Lande einbrechen könnten. Da der Ambassador glaubte, erwolle von seinem Kanton reden, und damit der Abgeordnete vonBern wisse, daß ihm Alles bekannt sei, so entwickelte er ihm dieProjekte der Feinde, auch über das Bernergebiet einzudringen.Der Herr Tscharner versicherte, daß die Feinde des Königs esnicht wagen dürften, das Gebiet von Bern zu verletzen. Er er-wiederte, es könnte Bern wie Basel unversehens überschrittenwerden; es sei ihre Sache, zu untersuchen, wie sie sich sichernsollen; daß er sich wohl hüten werde, ihnen etwas anzudeuten,denn seine Rathschläge könnten verdächtigt werden; aber wennsie so gut wären, sich aus das wörtliche Versprechen des Kaiserszu verlassen, so zweifle er sehr, daß Se. Majestät in Zukunft'ihnen das nämliche Zutrauen schenken würde, wie er früher es that.
Sie versicherten den Herrn Ambassador, daß ihre Herrenund Obern gesinnt seien, Sicherheitsmaßregeln zu nehmen, wennder Kaiser ihnen nicht genügsame Sicherheit gebe. Er erwie-derte, daß in diesem Fall er nur ihre Mittheilung erwarte, um