Band 
Zweiter Band.
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Listige Äußerung des Anibussadors gegen Wallis. Slî

Er giebt sodann noch Bericht von der Anknnft der Abgeord-neten von Wallis, welche in St. Urban mit solchen von Lucern,Freiburg und Solothurn zusammenkommen sollten. Merkwürdigist die viel- und nichtssagende Eröffnung, die er ihnen machte,welche, nach seiner gewohnten Art, ihnen den Gedanken einesnothwendigen Bürgerkrieges beibringen sollte, während es denSchein hatte, als rathe er zum Frieden.^) Er trachtete, denKönig und den Markis von Torcp für die Unternehmung gegendie Waldstätte zu gewinnen, um so mehr, als von kaiserlicherSeite eine neue Verletzung der Neutralität stattfand, da einigeÖsterreicher einen französischen Offizier auf dem Gebiet vonBasel tödteten. Doch der Graf dü Bourg fand diese Unterneh-mung ganz unnütz und sie unterblieb.

Wegen dieser Gebietsverletzung und anderer Geschäfte ver-sammelte sich den 27. Jänner 1710 eine evangelische Tagsatzungin Aarau, bei welcher Appenzell ausblieb. Basel beklagte sichüber die Verletzung seines Gebiets von den Österreichern, unddaß Frankreich ihnen immer noch die Gefalle, welche der Staatund die Partikularen im Elsaß haben, zurückhalte. Zürich theilteeinen Brief der katholischen Orte mit, worin sie meldeten, daßvon Frankreich nichts zu erhalten sei, bis man von Österreichdie begehrte Genugthuung erhalten habe, die. man neuerdingsbegehren solle. Es wurde ein Zuzug nach Basel von 50 bis60 Mann beschlossen und die Aufstellung der Feuerzeichen;

* 3 ) Je leurs dis aussi l’état des affaires du Toggenbourg et de laTorgovie: je finis par conclure qu’on devoit absolument éviterune guerre intestine, mais que pour le faire avec succès, ilfallait que les Catholiques s’unissent étroitement, qu’il parutmême aux Protestants, qu’on était résolu de ne plus souffrir etde tout entreprendre pour conserver les droits de la Catholicité;que de mon coté, j’agirais afin de rapprocher les Parties, pourles induire à un accord amiable. Bd. V. S. 408.