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Zweiter Band.
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Buch 11. Kapitel I.

Bcrn habe sich gegen Zürich geäußert, daß, wenn dieser Standkriegen wolle, er es für sich allein thun könne, Bern aber ihmnicht helfen werde. 82 )

Da wir keinen schweizerischen Bericht von dieser Gesandtschafthaben, so können wir die Treue desjenigen von dü Lüc nichtbeurtheilen.

Während dieß in der Schweiz vorgieng, hatten die Alliirtennach der Einnahme von Monö, welche den 23. Weinmonatstattfand, in Flandern schon die Winterquartiere bezogen und dieArmeen in Italien und am Rhein waren das ganze Jahr ohnewichtige Unternehmungen in ihren Stellungen geblieben. Diesesmag vielleicht den König bewogen haben, den 7. Wintermonatvon dem Ambassador ein Memorial zu begehren über die Art,wie die-Waldstätte einzunehmen wären, und ob von Seite derSchweizer deßwegen nichts zu besorgen sei. Das Memorial selbstmangelt uns; aber wir sehen aus einem Brief von dü Lüc anden König vom 18. Wintermonat, daß er nicht nur glaubte, dieSchweizer würden keinen dem König nachtheiligen Entschlußfassen; vielmehr würde der gute Erfolg der Unternehmung denweniger zugethanen Kantonen Ehrfurcht und Schrecken einflößenund den Muth der andern heben; denn diese glauben,die Angelegenheiten Sr. Majestät seien in einem solchen Zustand,daß sie nichts von der Freundschaft des Königs erwarten dür-fen. Ehe man etwas unternehme, müsse man ihn jedoch in denStand setzen, die rückständigen Pensionen zu bezahlen; aber wennman die Mittel habe, wirksam zu handeln und die Truppen gutgeführt seien, so hoffe er, der König werde zufrieden sein, undwährend er seine Provinzen sichere, so werde er in DeutschlandVerwirrung verursachen und in der Schweiz die Hoffnung auf-frischen, die man verloren zu haben scheine.

»-) Bd. v. S. 389.