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Zweiter Band.
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Buch II. Kapitel II.

dieses Monats bei ihm zugebracht und ihm gesagt habe, seineReise habe zum Zwecke, rückständige Gelder für die in kaiser-lichen Diensten stehende Truppen einzutreiben; daß er ncbendemaber noch von seinem Schwiegervater, dem Schultheißen Willa-ding, den Auftrag habe, dem Kaiser von Seite Berns ein Geld-anleihen anzubieten, gegen Verpfändung des Frickthals und unterder Garantie von Holland ; daß Bern, sobald der Kaiser dasAnleihen zurückzahle, das Frickthal ihm wieder zustellen werde ;dabei habe Erlach versprochen, wenn dieses Projekt dem Am-bassador für die Interessen von Frankreich nachtheilig scheine,die Unterhandlung scheitern zu machen. Der Ambassador fändees nun zwar nützlich, daß das Frickthal an die Schweiz, abernicht, daß es an Bern abgetreten würde; denn, weit entfernt,daß man diesen Kanton verstärken dürfe, müsse man den erstengünstigen Zeitpunkt benutzen, ihn zu schwächen.

Von der Tagsatzung zu Lucern, welche das Projekt von Bern,das Frickthal an sich zu bringen, entdeckt habe (wahrscheinlichdurch den Ambassador selbst), sei er gebeten worden. Alles an-zuwenden, daß dasselbe scheitere, worüber er die Befehle desKönigs gewärtige. 4ä )

Den 27. Jänner 1710 berichteten die Toggenburger den inAarau versammelten evangelischen Ständen (mit Ausnahme vonAppenzell), daß der Abt von St. Gallen die Schlösser Jbergund Schwarzenbach mit Truppen und Munition versehen, unddie Vermittlung von Zürich und Bern ausgeschlagen habe. So-wohl aus diesem Schritte des Abtes, als auch aus dem Beneh-men der katholischen Kantone, schlössen die Evangelischen, ihreGegner suchen die Sache in die Länge zu ziehen, um einenschicklichen Anlaß abzuwarten, ihre Projekte zu vollziehen.

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