Band 
Zweiter Band.
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Falscher Bericht von du Luc über die Konferenz in Aarau. litt

Toggenburg eine freie, den Protestanten ergebene Provinz werde,während sie bis fetzt den Katholiken gehorcht habe. Seine Lageschneide jede Verbindung zwischen den Städten und den katho-lischen Kantonen ab; 44 ) überdies; verlieren die Katholiken 8000waffenfähige Männer, welche ihre Gegner gewinnen. Er gesteheSr. Majestät, daß er das Übel groß finde, daß er aber keinMittel kenne, es abzuwehren.

Um Zeit zu gewinnen, habe er vorgeschlagen, daß die Wal-liser sich mit Bern und Freiburg vereinigen, um die Parteienzu Annahme einer freundschaftlichen Vermittlung zu nöthigen,mit dem Versprechen, die Rechte eines Jeden zu schützen, wobeider Abt nichts verlieren würde, weil das Recht ganz auf seinerSeite sei. Er zweifle daran, daß Bern diesen Vorschlag ange-nommen hätte; aber dann hätten Wallis und Freiburg sich demallgemeinen Interesse angeschlossen. Aber die Weisen von Lucernhaben diesen Vorschlag als entehrend und nicht vortheilhaft an-gesehen, in einem Land, wo die Denkkraft nicht herrsche. Jedochda die Schwächung der Katholiken so stark auf den französischenDienst einwirke, so könne er nur mit Bedauern an die Wendungdenken, welche dieses Geschäft nehme. Wenn es Sr. Majestätgefällig sein sollte, ihm Befehle zu ertheilen, so wäre keine Zeitzu verlieren. In deren Erwartung werde er nicht ermangeln,bestmöglich zu wirken. 45 )

Kaum hatte im Toggenburg der geheime Rath sich versammelt,den Vertrag von Nabholz anzuhören, so schrieb Schwyz schonden 15. Hornung nach Lucern, sie wollen den Krieg beginnen,

Ob der Herr Ambaffador selbst die Geographie der Schweiz nicht kannte,oder auf die tiefe Unwissenheit seines Hofes zählte, lassen wir dahingestellt.

") Bd. V. S. 894.